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Trauriger Kimi

Kimi Raikkonen über die Enttäuschung nach dem "verschenkten" Sieg in Magny Cours und das Duell mit Michael Schumacher.

Pilot Kimi Räikkönen fuhr nicht nur ein extrem starkes Qualifying sondern er eroberte sich im Rennen auch die Führung und lieferte sich ein packendes Duell mit Michael Schumacher, bei dem er hart aber fair fuhr.

Für den Fehler, der ihm schlussendlich den Sieg kostete, kann man dem jungen Finnen keinen Vorwurf machen, aber dennoch klang der Zweite nach dem Rennen so, als habe er gerade eines seiner schlechtesten Rennen überhaupt gefahren…

Bei noch ein paar zu fahrenden Runden standest du kurz vor deinem ersten Grand-Prix-Sieg. Was passierte in der 'Adelaide'-Haarnadelkurve?

"Dort waren gelbe Flaggen aber ganz offensichtlich keine Flaggen für Öl oder eine rutschige Strecke. Ich glaube, dass einem Toyota dort der Motor explodiert ist oder aus einem anderen Grund dort Öl lag und ich blockierte einfach die Vorderräder, das rechte Vorderrad und Michael fuhr vorbei."

Erzähle uns etwas über den Rest des Rennens, denn du hattest ganz offensichtlich hier ein gutes Rennauto.

"Ja, das Auto war großartig, das Team machte perfekte Boxenstopps, alles lief gut. Es war nur so, dass wir durch meinen Fehler das Rennen verloren. Es war das enttäuschendste Rennen meines Lebens, aber so läuft es nun einmal und ich hoffe, dass wir das nächste Mal gewinnen können."

Du hast gesagt, dass es dein schlimmstes Rennen war aber es war gleichzeitig dein bestes Rennergebnis...

"Ja, aber wir waren so nah davor, das Rennen zu gewinnen und es waren mit Sicherheit meine fünf schlimmsten Runden am Ende, aber solche Dinge passieren. Ich hatte sowieso dieses Jahr nicht viel Glück. Es war natürlich mein Fehler, denn ich sah nur die gelben Flaggen aber keine Öl-Flagge. Ich bin immer noch enttäuscht, das Rennen nicht gewonnen zu haben."

Aber du hast das Gefühl, dass du es eines Tages schaffen wirst?

"Klar, ich werde mein Bestes geben. Man sieht, dass alles passieren kann, wenn man das Rennen anführt und ich werde versuchen, es nächstes Mal besser zu machen. Das Team hat gut gearbeitet und alles lief gut ab, die Boxenstopps waren großartig und es gab keine Probleme wie im letzten Rennen. Ich hatte ein perfektes Auto und nur ein kleiner Fehler und schon war ich im Ziel nur noch Zweiter."

Was war mit den ersten Runden in Richtung 'Adelaide'. Da ging es ja richtig zur Sache…

"Ja. Ich hatte eine kleine Möglichkeit auf den zweiten Platz zu kommen, aber ich war auf der Geraden ein wenig zu langsam und Michael kam außen vorbei und ich dachte, dass es besser wäre, hinter dem Williams und ihm zu bleiben und zu versuchen mitzuhalten. Nach dem ersten Boxenstopp sah ich dann, dass wir schnell unterwegs waren und vielleicht gewinnen können und es war ja auch so knapp, aber man muss erst einmal als Erster ins Ziel kommen."

Als du in Führung lagst, wie viel Druck und Anspannung hast du da gespürt?

"Ich spürte nicht viel Druck, denn ich sah, dass sich die Lücke nicht wirklich schließt, sie wurde sogar größer. Natürlich hat Michael vielleicht in den letzten zehn Runden ein wenig aufgeholt, aber ich fuhr ein wenig lockerer, denn ich sah, dass von hinten nicht viel Druck kommt und es hatte auch nichts mit Druck zu tun, der auf mir lastete. Der Fehler ist einfach so passiert, ich blockierte das Rad auf dem Öl, die Führung war futsch aber so ist das Leben."

Du hast schon einen Vertrag mit dem Team unterschrieben, gibt dir das im Rennen mehr Verrauen und Zuversicht?

"Nein. Ich weiß noch nicht, was im nächsten Jahr passieren wird. Ich hoffe, dass wir kommendes Wochenende in Hockenheim mehr wissen werden. Es war ein normales Rennen wie alle anderen Rennen in diesem Jahr."

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