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GP-Comeback bei Jaguar?

Silberpfeil-Cheftester Alex Wurz wird ein möglicher Wechsel zu Jaguar nachgesagt, dort könnte Antonio Pizzonia ausgewechselt werden.

Vor seinem Grand-Prix-Debüt in Melbourne wurde Antonio Pizzonia als vielleicht heißeste Nachwuchsaktie der laufenden Saison gehandelt, doch die Euphorie um den Brasilianer ist längst verflogen. In Imola ging unter Journalisten sogar erstmals das Gerücht um, Pizzonia könnte schon bald ausgewechselt werden.

Intensiver angegangen wurde dieses Thema scheinbar von der Fachzeitschrift 'Motorsport aktuell', die glaubt, dass McLaren-Mercedes-Testfahrer Alexander Wurz auf der Wunschliste der Jaguar-Verantwortlichen ganz weit oben steht.

Angeblich hat der Österreicher gemeinsam mit dem Briten Anthony Davidson die besten Chancen, anstelle von Pizzonia einspringen zu dürfen, falls Jaguar tatsächlich tauschen möchte.

Fakt ist jedoch, dass Wurz einen wasserdichten Dreijahresvertrag als dritter Mann bei den "Silberpfeilen" unterschrieben hat, der noch bis Ende 2005 läuft. Ausstiegsklauseln sind darin keine enthalten, allerdings hat er das Vorrecht auf das dritte Auto, falls es durch das Sterben der kleinen Teams je dazu kommen sollte. Bezweifeln darf man außerdem, ob McLaren-Boss Dennis Lust hat, seinen hoch geschätzten Entwickler ziehen zu lassen.

Mercedes-Sportchef Haug äußerte sich dazu folgendermaßen: "Wir sind nie einem Piloten im Wege gestanden, wenn er in der Karriere weiterkommen kann. Das bedeutet aber noch keine Freigabe. Zuerst sollen die Leute mit uns reden, dann sehen wir weiter." Und Ex-Jaguar-Boss Niki Lauda bezeichnete die Spekulationen schlichtweg als "Schwachsinn", weil er nicht glaubt, dass McLaren gewillt ist, seinen Landsmann ziehen zu lassen.

Sollte es wider Erwarten doch zu Saisonmitte zu diesem Transfer kommen, würde Jaguar zu so etwas wie einem "Abstellgleis" für Mercedes-Talente, denn sowohl Wurz als auch Mark Webber haben einen Background als GT-Pilot für die Stuttgarter. Außerdem gelten beide als technisch sehr versiert und durchaus talentiert, zielstrebig, gleichzeitig aber eher zurückhaltend. Menschlich würden sich gewiss keine Komplikationen ergeben.

Vor der Saison 2000 gab es übrigens schon einmal lose Kontakte zwischen dem damaligen Wurz-Management und Jaguar, es kam jedoch nie zu konkreteren Verhandlungen. 2001 hätte Wurz noch einmal die Chance auf ein Cockpit gehabt, als ihn Alain Prost als Ersatz für den überforderten Argentinier Gaston Mazzacane verpflichten wollte, er aber selbst absagte. Außerdem wurde dem Österreicher letzten Sommer ein guter Draht zu Toyota nachgesagt.

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