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MP4-18: Schnell, aber unausgereift

McLaren-Testpilot Alexander Wurz über den „Wunderwagen“, das Phantom von McLaren-Mercedes: „Der MP4-18 wird in den MP4-19 übergehen...“

16, 17, 17D, 19: Dies scheint die neue offizielle Zählweise in Woking sowie im neuen McLaren Technology Centre, besser bekannt als Paragon, zu sein. Denn nach den Boliden des Typs MP4-16 und MP4-17 folgte in dieser Saison der eigentlich als Interimswagen geplante MP4-17D dem im Renneinsatz statt des MP4-18 direkt der MP4-19 folgen dürfte.

Entsprechend gibt McLaren-Edeltester Alexander Wurz zu: „Der MP4-18 wird direkt in den MP4-19 übergehen.“ Doch vorher gingen einige Teile des neuen „silbernen Delphins“ erst einmal den Weg zurück in den diesjährigen MP4-17D. Denn in Monza und auch bei den letzten beiden Rennen setzen die Silbernen auf die Motorabdeckung, den Unterboden, die Winglets und die Kühlluftauslässe des unvollendeten Silberpfeils.

Dieser konnte dabei bei seinem letzten Testeinsatz erneut keine vollen Renndistanz absolvieren, weswegen sein größtes Manko, die Zuverlässigkeit, auch weiterhin nicht ausgemerzt werden konnte.

Schnell soll der neue Wagen jedoch sein, wie Alex Wurz den Kollegen der Zeitschrift "Auto, Motor und Sport" verriet: „Das neue Auto erzielte auf einer Runde und über längere Distanzen bessere Rundenzeiten als das alte, und dabei war es noch nicht ausgereift. Wenn wir die im Prinzip richtigen Konzepte etwas zurückschrauben, dann wird der MP4-19 ein Schritt nach vorn.“

Die Konkurrenz aus München und Grove kann es unterdessen natürlich nicht lassen den ein oder anderen Seitenhieb auf die Mannen rund um Teamboss Ron Dennis und Stardesigner Adrian Newey loszulassen: „Hätte sich Williams so etwas geleistet, hätte BMW den Vertrag nie verlängert,“ kritisiert der scheidende BMW-Motorsportdirektor Gerhard Berger die Konkurrenz, während Ross Brawn das Timing der Silbernen rügt: „Wenn das neue Auto später als beim vierten Rennen kommt, dann ist das für beide Projekte kontraproduktiv...“

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