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"Es schaut nicht allzu gut aus"

Gerhard Berger spricht kurz vor dem Saisonstart aus, was sich viele während der Wintertests bereits gedacht haben - der Williams ist zu langsam.

„Wir haben ein neues Auto mit einem neuen Motor, der sehr gut gelungen ist: viele tausende Kilometer am Prüfstand und auf der Strecke zeigen das. Wir testen ihn seit August im Fahrbetrieb im Auto, sind also sehr gut vorbereitet,“ blickt der eine der beiden BMW-Motorsportdirektoren - Gerhard Berger - optimistisch auf den anstehenden Saisonstart, bei dem sein BMW-Williams Team als einziges der drei Top-Teams mit seinem neuen Boliden antreten wird.

Trotzdem kann natürlich auch der österreichische Ex-Pilot die Schwächen des neuen FW25 nicht einfach übergehen. „Das neue Auto ist fertig, macht aber leider Probleme,“ so Berger im kicker. „Es ist nicht schnell genug. Es scheint, als wäre die Aerodynamik nicht optimal gelungen. Das entspricht nicht meinen Erwartungen,“ fügt er enttäuscht hinzu.

„Aber auf Chassis-Seite haben wir keinen Einfluss, da müssen wir uns auf Williams verlassen. Ich hoffe, dass die Engländer noch diese Woche etwas finden,“ übte er zugleich noch etwas Druck auf die Mannen rund um Teamchef Frank Williams aus.

„Der momentane Stand ist: Wir sind um einiges langsamer als Ferrari und McLaren, das kann auch unser Motor nicht kompensieren,“ sieht er im Kampf mit den beiden Hauptrivalen erst einmal alles andere als weiß-blau.

Den angesprochenen neuen P83 Motor lobt er hingegen in höchsten Tönen. „Der Motor ist leichter und kleiner geworden,“ begann er seine Beschreibung mit den üblichen Lobeshymnen, „daher ist die Standfestigkeit Thema Nummer 1.“

Diese soll das Aggregat laut dem Ex-Ferrari-Fahrer aber nicht nur auf der Strecke bei den Testfahrten, sondern auch bei unzähligen Prüfstandtests bewiesen haben. „Einige mit Schäden, einige ohne, aber das ist ganz normal bei einem neuen Triebwerk.“

Was die Zukunft angeht, so bestätigte nun auch der BMW-Vertreter, dass man noch am verhandeln sei. „Aber momentan können wir mit der Leistung nicht zufrieden sein. Das zu korrigieren ist das Geschäft von Williams,“ kritisierte er sein Partner-Team weiter, ehe er noch hinzufügte: „Aber, ganz ehrlich: Momentan schaut es nicht gut aus…“

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