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Bahrain: Scheich verjagte Geist

Das Abenteuer als Bahrain-Manager ist für den Österreicher Hans Geist schon wieder zuende. Die Angelegenheit wurde quasi zur Scheich-Sache erklärt.

„Der Chef bin ich, sagte der Scheich – drum lieber Geist, geh zurück nach Österreich!“ Wäre die Formel 1 ein Kinderbuchmärchen, würde dieser Zweizeiler bereits ausreichen, um die folgende Nachricht zu transportieren. Wie ein orientalisches Märchen hat es für den Niederösterreicher Hans Geist zumindest begonnen, in Bahrain. Der langjährige A1-Ring Geschäftsführer wurde im Sommer als neuer Manager des Bahrain International Circuit engagiert und zog mitsamt seiner Familie in die Nähe der Rennstrecke. 2004 wird dort erstmals ein Formel 1-Rennen veranstaltet.

Nach nur wenigen Monaten ist das Abenteuer für den 45jährigen Geist aber schon wieder zu -Ende. Scheich Fawaz bin Mohammed Al Khalifa ist Minister für Sport und Jugend und hat sich zum Generaldirektor der Rennstrecke erklärt. Es stellte sich heraus, dass für zwei Generalmanager kein Platz mehr war. Hans Geist wurde zum Berater in der Ferne degradiert und wird seine Villa mit Dienstpersonal und eigenem Chauffeur wieder verlassen.

Gegenüber der Kleinen Zeitung erklärte Geist: „Es stimmt. Ich habe zwar noch einen Konsulentenvertrag, bin aber nicht mehr Generalmanager. Die Strukturen der einheimischen Kräfte waren zu starr. Es kristallisierte sich eine Doppelgleisigkeit heraus, die keinen Sinn mehr machte.“

Geist wird fallweise nach Bahrain fliegen, „wenn sie etwas von mir brauchen“, wie der Niederösterreicher erklärt. Sein Dreijahresvertrag läuft, was die Bezahlung betrifft, weiter. Geist richtet sein Auge jetzt auf „die vielen anderen Baustellen, welche die Formel 1 auf der ganzen Welt hat“.

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