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"Der Unfall ruft keine Zweifel bei mir hervor"

Ralf Schumacher spricht im RTL-Interview über das Risiko Formel 1, seine Rolle als Familienvater und die schwierige Zeit seiner Frau Cora.

Am Mittwoch gab Ralf Schumacher seinen Wechsel zu Toyota bekannt, jetzt sprach er im RTL-Interview mit Katja Burkhard über die Risiken des Rennsports - und wie Frau und Kind auf seinen schweren Unfall reagiert haben. Das Interview ist in der Sendung "Life! Die Lust zu leben" am Freitag um 22.15 Uhr auf RTL zu sehen.

Katja Burkard: Können Sie sich inzwischen an den Unfall erinnern?

Ralf Schumacher: Nein, ich kann mich auch jetzt an nichts erinnern. Das Kurzzeitgedächtnis ist da einfach ausgelöscht. Bei mir ist fast der gesamte Sonntag verschwunden.

Katja Burkard: Was war Ihr erster Gedanke danach?

Ralf Schumacher: Es ist natürlich sehr viel schlimmer für das Umfeld, vor allem für meine Frau, die in Salzburg alleine saß mit meinem Sohn und nicht dabei sein Konnte. Mein Sohn hat es leider auch gesehen.

Katja Burkard: Wie hat Ihr Sohn David darauf reagiert?

Ralf Schumacher: Beim Kleinen war es zum Glück überhaupt kein Problem. Ich war ja am nächsten Tag zu Hause, da hat er gefragt, Papa, hast du noch Aua Kopf oder Aua Rücken. Ich habe ihn beruhigt, ihn danach noch zweimal auf den Vorfall angesprochen, aber er scheint es fast schon wieder vergessen zu haben.

Katja Burkard: Haben Sie keinen Moment als Familienvater gedacht, das Risiko ist zu groß?

Ralf Schumacher: Der Gedanke ist mir nie gekommen. Am Tag danach wollte ich wieder direkt ins Auto steigen, ich wäre sofort wieder gefahren. So ein Unfall ruft nicht den geringsten Zweifel in mir hervor.

Katja Burkard: Wie hat Ihre Frau Cora reagiert?

Ralf Schumacher: Es war sicherlich während der ganzen Zeit schwer für sie. Aber sie hat nie gesagt, hör' auf, nie gefragt, warum ich das ganze überhaupt mache, das gibt es bei uns überhaupt nicht. Sie weiß einfach, wie viel Spaß es mir macht, sie würde es nie verlangen.

Katja Burkard: Wie würden Sie reagieren, wenn Ihr Sohn auch Rennfahrer werden wollte - würden Sie Ihr Okay geben?

Ralf Schumacher: Auf jeden Fall, er muss es ja selber wissen. Er interessiert sich ja für Motorsport, er fährt mit seinem Quad und Go-Kart, er mag das, ihm macht das Spaß. Und wenn es ihm keinen Spaß macht, dann soll er es lassen. Was auch immer er machen möchte, wir beide werden ihn unterstützen, solange er es ordentlich macht.

Katja Burkard: Hätten Sie keine Angst um Ihr Kind?

Ralf Schumacher: Für mich wäre es sicherlich schlimmer, so einen Unfall bei meinem Sohn oder meiner Frau zu sehen. Aber wie soll der Vater, der es vorlebt, seinem Sohn diesen Sport verbieten?

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