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Entscheidung „nach sportlichen Kriterien“

Die Fahrerwahl bei Red Bull Racing ist angeblich wieder völlig offen, somit muss auch Christian Klien um sein sicher geglaubtes Cockpit bangen.

Dass Christian Klien als langjähriger Red-Bull-Junior respektive nach seinen guten Testzeiten in Barcelona beinahe so etwas wie einen Fixplatz bei Red Bull Racing innehat und somit sicher eine zweite Chance in der Formel 1 erhalten wird, war allgemein vermutet worden. Hat doch auch Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz erklärt, Klien würde eine zweite Chance verdienen.

Doch dem widerspricht nun eine Aussage des Red-Bull-Motorsportleiters Helmut Marko, welche dieser gegenüber den Salzburger Nachrichten im Rahmen der derzeit laufenden Testfahrten in Jerez getätigt hat. Marko erklärte: „Wir lassen diese Woche vorübergehen, dann wird ausschließlich nach sportlichen Kriterien unter Einbeziehung vieler Daten und Erkenntnisse entschieden.“

Marko fügte hinzu: „Es geht nicht darum, wer die schnellste Rundenzeit hinlegte, sondern auch um Konstanz in Long Runs, das technische Feedback und so weiter.“ Bekanntlich gibt es bei Red Bull Racing Bedenken, ob man mit zwei Rookies wie Christian Klien und Vitantonio Liuzzi antreten solle. Da kam der routinierte David Coulthard gerade zur rechten Zeit. Bei seinem ersten Test in dem roten Bullen, am Mittwoch in Jerez, konnte Coulthard beide Youngstars schlagen.

Doch die Rundenzeiten sagen wenig bis gar nichts aus, da Coulthard mit dem alten Auto, dem umlackierten Jaguar R5, unterwegs war – das Team wollte Vergleichswerte zu dem von Coulthard in diesem Jahr gesteuerten McLaren-Mercedes MP4/19 – und Klien respektive Liuzzi bereits mit dem Übergangsmodell fuhren, welches aufgrund der dem Regelwerk der kommenden Saison entsprechenden Aerodynamik zwingend langsamer sein muss.

Helmut Marko zeigte sich erfreut über die Testarbeit des Schotten: „David Coulthard ging natürlich mit einem Wissensstand und einer Erfahrung an die Sache heran, die für das Team sehr wertvoll waren.“ Coulthard scheint demnach gute Chancen auf eines der beiden Red-Bull-Cockpits zu haben. Dann jedoch müsste einer der beiden Rookies auf sein Cockpit verzichten beziehungsweise würde dieser zum Testpiloten „degradiert“ werden.

Laut den SN tendiere das britische Team derzeit sogar eher zu einer Verpflichtung von Vitantonio Liuzzi. Dann jedoch hätte Christian Klien zusätzlich das Problem, dass er als Testpilot oder besser als Fahrer des dritten Autos an den GP-Freitagen vom Reglement her nicht in Frage kommt, weil er in den beiden letzten Jahren mehr als sechs Grand Prix bestritten hat.

Auf dem Boden der Tatsachen basierend gibt es zurzeit jedoch nur eine gültige Feststellung, nämlich dass die Fahrerwahl bei Red Bull immer noch offen ist und auch Christian Klien immer noch um sein Cockpit bangen muss. Immerhin soll Red Bull die Kandidaten Coulthard, Klien und Liuzzi noch vor Weihnachten erlösen - angeblich soll spätestens am 20. Dezember die Fahrerwahl bekannt gegeben werden.

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