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Start in die zweite Saisonhälfte der DTM

Thomas Preining und Mirko Bortolotti schafften es diesmal ganz oben auf das Podium. Zu Beginn der entscheidenden Phase der Saison 2026 schafften die beiden Piloten damit den Anschluss in der aktuellen Meisterschaftswertung an die Spitzengruppe.

Bernhard Schoke

Thomas Preining fokussierte nach dem Sonntags-Rennen das auf und ab der letzten Wochen, das ihm und der Manthey-Truppe zusetzte, wobei er die Probleme beim letzten Boxenstopp, der zwei Sekunden länger als im Durchschnitt dauerte und ihm offensichtlich eine noch bessere Podiums-Platzierung vermasselte, koomplett ausblendete. Zuvor hatte er nach dem Samstags-Rennen berichtet: Es war heute insgesamt ein perfekter Tag. Start von der Pole Position und dann Boxen-Stopp-bereinigt das ganze Rennen vorn gewesen. Deshalb war einfach nur mega, freute er sich und ergänzte: Das Auto war schon am Freitag in den beiden freien Trainings, quasi von der ersten Runde an absolut perfekt, und dazu unsere Strategie, die Boxenstopps, alles hat einfach zusammengepasst. Hinzu kommt, dass ich mich von der ersten Runde an in meinem Auto wohl gefühlt habe, deshalb ein ausdrücklicher Riesen-Dank ans Team.

Endlich wieder ein Sieg für Bortolotti: Es war bisher ein schwieriges Jahr und es fühlt sich jetzt super gut an, wieder ganz oben zu stehen, es fühlt sich mega gut an. Hinzu kommt, dass es der erste Sieg des neuen Temerario GT3 weltweit war – mit diesen Emotionen machte der unter italienischer Lizenz fahrende Wiener deutlich, welcher Druck von ihm und dem gesamten Grasser Team nach dem Sonntags-Rennen offensichtlich abgefallen war.
Lucas Auer, aussichtsreich nach Oschersleben angereist, konstatierte, dass er nur Schadensbereinigung betreiben konnte, insbesondere nach dem Sonntagslauf, bei dem er von einer hinteren Position noch bis in die Punkte vorfahren konnte.
Gewinner in der Zuschauer-Wertung wurde Thomas Preining, der am Sonntag mit Platz drei an diesem Wochenende mehr Punkte als im bisherigen Verlauf der Saison zusammen.
Mit errungenen 47 Punkten rangiert er jetzt mit 117 Punkten auf Rang 4 der Fahrerwertung. Mirko Bortolotti holte in Oschersleben , nachdem man wohl die Feinheiten des neuen Lambos besser im Griff hat, 36 Zähler und verbesserte sich damit auf Rang 10. Wenn er diesen Trend beibehalten könnte, wären aufgrund der noch zu vergebenden mehr als 150 Punkten weitere deutliche Verbesserungen möglich. In unmittelbarer Schlagdistanz hinter dem jetzt führenden Maro Engel (145 Points), der Dominator des Norisring, Nicki Thiim mit deren 124 und dem Kufsteiner Lucas Auer mit nur einem weiteren Punkt Abstand.

Was ist sonst noch aufgefallen?

Die Maskottchen auf den Boliden, in der Regel Plüsch-Kuscheltiere werden von immer mehr Teams als Blickfang so eingesetzt, dass daraus inzwischen beinahe ein Wettbewerb zwischen den Teams stattfindet; quasi nach dem Motto: was passt zum Fahrer und dem Design des jeweiligen Autos. Aktuellstes Beispiel der Mercedes-AMG des Kufsteiners Lucas Auer, dessen blauen Renner im Design eines ausgesprochen bekannten Sportschuh (and more) Produzenten aus Herzogenaurach gleich mit drei – ebenfalls hellblauen – Schlümpfen verziert worden war.

Ausgesprochen gut im Griff hatten die Veranstalter und Motopark Chef Ralph Bohnhorst das Thema Parken. Nach den Problemen beim Lauf zuvor, verlief dieses Thema diesmal ziemlich reibungslos.
Apropo im Griff: Die pneumatischen, sprich mit Druckluft betriebenen Schlagschrauber zierten ausgesprochen prägnant jeweils aktuelle Aufkleber, mit denen signalisiert wurde, dass sie einen Test-Zyklus durchlaufen hatten und damit für den Einsatz bei den Boxenstopps freigegeben waren.

Hintergrund für diesen Schritt:
Mit dem entsprechend gekonnten Tuning dieser komplexen Werkzeuge konnten die jeweils ausgewählten Mechaniker gegebenenfalls die entscheidenden Zehntel-Sekunden einsparen.
Das nächste Rennen findet zwischen dem 14. und 16. August auf dem Nürburgring statt, bevor dann die Saison im jeweils vierwöchigen Rhythmus auf die Zielgerade einbiegt.

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