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Gegenseitige Schuldzuweisungen

Nach BAR hat sich nun Williams zu Wort gemeldet. Fazit: Keiner ist schuld. Der Leidtragende heißt Anthony Davidson. Und David Richards hofft...

Nach dem abgesagten Williams-Test für Anthony Davidson geben nun die beteiligten Teams jeweils dem anderen Team die Schuld. BAR-Honda hat bereits gestern eine Stellungnahme abgegeben – BMW-Williams habe „unhaltbare Bedingungen“ gestellt, hieß es da in einer Stellungnahme von BAR-Technikchef Geoff Willis. Man wollte eine „sehr gute Vereinbarung mit Williams“ treffen, welche es Davidson erlaubt hätte, 2005 bei Williams ein Renncockpit zu übernehmen und 2006 unter gewissen Umständen, wie dem Wechsel von Jenson Button zu Williams, zu BAR zurückzukehren.

Jetzt hat sich ein Williams-Sprecher zu Wort gemeldet – gegenüber der BBC erklärte er, dass es keine „unhaltbaren Bedingungen“ gewesen seien: „Alles was wir wollten, war lediglich die Möglichkeit, Anthony Davidson im Jahr 2006 als Grand Prix-Pilot zu behalten, falls ihm BAR-Honda dann kein Renncockpit zusichern kann.“

Der Leidtragende dieser wieder einmal unschönen Angelegenheit heißt Anthony Davidson, dieser hat sich mächtig auf den Williams-Test gefreut und darf sich jetzt Gedanken darüber machen, in welch wunderbarem Arbeitsumfeld er eigentlich lebt. Dass das Verhältnis der beiden Teams nach der „Buttongate“-Affäre ein wenig unterkühlt sein könnte, wäre naheliegend. Es gibt aber noch weitaus unappetitlichere Versionen im Medienwald – laut dem Guardian könnte es sich bei der ganzen Streiterei um eine Machtdemonstration des neuen Teamchefs Nick Fry handeln...

Der scheidende Teamboss David Richards hofft unterdessen immer noch, dass der Davidson-Test zustande kommt – er erklärte gegenüber dem Guardian: „Ich hoffe aufrichtig, dass wir diese Differenzen noch aus dem Weg räumen können und dass Anthony wie geplant am 1. Dezember den Williams testen kann. Obwohl ich schon sagen muss, dass Williams in dieser Angelegenheit ein wenig übertrieben handelt...“

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