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Nichts ist unmöglich

Glaubt man den Berichten deutscher Medien müssten in Ralf Schumachers Salzburger Haus langsam Stapel von Toyota-Verträgen den Weg verstellen...

„Ralf Schumacher wechselt 2005 zu Toyota!“ und „Nichts ist unmöglich. 100-Mio-Angebot von Toyota an Ralf“ lauteten die neuesten Schlagzeilen von Auto, Motor und Sport sowie Bild. Nun hat Toyota reagiert – demnach bleibt von den oben genannten Schlagzeilen nur ein Satz über: „Nichts ist unmöglich.“

Toyota-Pressesprecher Andrea Ficarelli erklärte am Mittwoch gegenüber dem Nachrichtendienst sid: „Es handelt sich bei diesen Berichten um reine Spekulationen. Die Geschichte stimmt definitiv nicht.“ Der Pressesprecher von Ralf Schumacher sagte nur: „Kein Kommentar.“ Willi Weber habe ausrichten lassen, bis Ende der Woche nicht zur Verfügung zu stehen.

Das Angebot von Frank Williams an Ralf Schumacher - nur noch ein Viertel des früheren Gehalts, kolportierte 16 Millionen Dollar pro Jahr, plus mehr Punkte- und Siegprämien – soll laut der oben genannten Meldungen der Auslöser für den Wechsel zu Toyota gewesen sein, das Williams-Angebot sei „sauer abgelehnt“ worden.

Vor einer Woche gewann Willi Weber gegenüber reuters der Gehaltskürzung noch etwas Positives ab: „Wir verlieren etwas Geld im Vergleich zu diesem Jahr. Aber es ist kein Verlust, denn es wird nur das Fixgehalt gekürzt. Wenn Ralf gut fährt, auf das Podium kommt und Rennen gewinnt, bedeutet dies Extraprämien – wir kommen auf das gleiche Gehalt wie jetzt auch.“

Vor zwei Wochen erklärte Weber gegenüber der dpa: „Wenn man sich an einen Hersteller bindet, geht es vor allem darum, sich über viele Jahre in das Team einzubringen. Deshalb wäre Toyota sicher auch eine Alternative, auch wenn sie noch kein Topteam sind. Auch Ferrari war nicht an der Spitze, als Michael Schumacher 1996 dorthin gegangen ist. Warum sollte Ralf nicht ein ähnliches Kunststück gelingen?“

Endlos zieht sich die Akte Ralf Schumacher/Williams/Toyota dahin. Kurzzeitig war auch Renault involviert, als Willi Weber zunächst eine Einigung mit Flavio Briatore angedeutet und nach dessen brüsker Entgegnung heftig dementiert hatte. Es stellt sich auch die Frage, inwieweit Frank Williams überhaupt noch an Ralf Schumacher interessiert ist oder ob es wirklich nur um das liebe Geld geht. Die neuesten Toyota-Meldungen inklusive ihrer Dementi sind weitere Notizen in der immer dicker werdenden Akte, schon nach dem Australien-GP sprach der Express von einem bereits unterschriebenen Toyota-Vertrag, der jedoch aufgrund des „unterirdischen Auftritts“ von Toyota in Melbourne noch vertuscht werden solle.

Der perfekten Vermarktung von Michael Schumacher steht eine Fettnapforgie beim Transfer von Ralf gegenüber – ein Teil der Falschmeldungen scheint Teil des Weber-Konzepts zu sein, ein anderer Teil jedoch scheint aus den Fugen zu geraten. Am Ende wird das alles egal sein. Und dann wird Ralf Schumacher entweder bei Williams oder bei Toyota oder bei jemand anderen einen Vertrag für 2005 unterschrieben haben. Vorher gilt nur: „Nichts ist unmöglich!“

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