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„Kasperltheater! Langeweile pur!“

Was die motorline.cc-Leser über das neue Regelwerk der Formel 1 denken – Teil 2. Für Bernhard M. ist die F1 zu einem "Kasperltheater verkommen"...

Michael Noir Trawniczek

Man braucht die Leserreaktionen, die bei uns eingelangt sind, wirklich nicht kommentieren - sie sprechen für sich selbst. Lesen Sie heute den Beitrag von Bernhard M.:

„Hallo liebes motorline.cc-Team! Ich sehe mit großer Betroffenheit der kommenden Formel 1 Saison entgegen. Der liebe Max Mosley hat es innerhalb kürzester Zeit geschafft, einen tollen Sport zum Kasperltheater verkommen zu lassen. Von Sport kann man ja schon lange nicht mehr reden, wenn man ein Formel 1-Wochenende betrachtet, eher von einem kollektiven Schachspiel mit mehreren Teams. Das ist Langeweile pur!“

„Und jetzt diese neuen Regeln! Ein Motor für zwei Wochenenden für kommendes Jahr und 2,4 Liter- V8 im Jahr 2006. Ein Reifensatz pro Wochenende - was soll das? Aber Herr Mosley legt noch einen drauf und bestimmt vom Kolben bis zum Hubraum alle Materialien. Bei der Aerodynamik ist es ja das selbe. Jeder Millimeter eines Wagens wird von Herrn Mosley bestimmt. Ich will jetzt gar nicht näher auf Flügel, Diffusor usw. eingehen. Aber eine Frage hätte ich jetzt schon: Wie sollen solche Autos, die in Zukunft ja noch baugleicher sein werden als jetzt schon, sich gegenseitig überholen?“

„Die Zeiten, wo die Autos 1400 PS hatten und es wirklich auf den Mut eines Piloten ankam,
wie schnell er ist, sind schon lange vorbei. Damals gaben die Autos viel mehr her, als Mensch und Strecke vertragen konnten - da konnten wirklich nur die Besten fahren. Das war zuviel, denn damals fanden viele Rennfahrer den Tod. Aber so wie heute kann es ja auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Denn auf Schachspieler in einem Cockpit ist niemand scharf.“

“Kehren wir doch nur einen halben Schritt zur guten alten Zeit zurück!“

„Kehren wir doch nur einen halben Schritt zur guten alten Zeit zurück. Fangen wir an mit dem Qualifying: Es kann nicht sein, dass eine Qualifikation bestimmt wird von den Minuten (oder gar Sekunden), die ein Sportler im Fernsehen zu sehen ist! Das sind ja die Argumente von Teams wie Minardi oder Jordan. Früher konnte man in einer Stunde 12 Runden drehen - vielleicht wäre es besser, wenn man jetzt 12 Runden fahren müsste, um eine Qualifikation zu erlangen? Oder noch mehr. Aber dieser Modus mit dem Einrunden-Fahren oder auch der nächstjährige sind der Schiss hoch 3! Dabei wird weder der Zuseher, noch der Sport befriedigt.“

„Ich war mal ein großer Formel 1-Fan. Ich denke gerne an diese Zeiten zurück, als ich mitten in der Nacht aufstand, nur um ein Training zu sehen! Wenn es so weitergeht, ist die Formel 1 für mich gestorben. Möge sie in Frieden ruhen!“

Lesen Sie am Montag: Wie ein 13jähriger motorline.cc-Leser in einem Brief an den FIA-Präsidenten Max Mosley diesem gehörig die Leviten liest...

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