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Die Bremsen sind am Limit!

Montreal belastet die Bremsen der F1-Boliden. Die Performance steigt und steigt. Konstrukteur Adrian Newey gibt roten Alarm, warnt vor brechenden Bremsscheiben...

Auf dem kanadischen „Circuit Gilles Villeneuve“ werden die Bremsen der Formel 1-Boliden massiv beansprucht. Ein klassischer „Stop And Go“-Kurs. Die Schikane vor der Zielgeraden – hier wird binnen weniger als zwei Sekunden von 280 auf 100 km/h heruntergebremst.

Die Bremsscheiben werden innerhalb von einer Sekunde auf bis zu 1000 Grad erhitzt. Auf den Fahrer wirken Verzögerungskräfte bis zu 4g ein, er wird mit dem Vierfachen seines Körpergewichts belastet. Die Bremswege werden immer kürzer. Der Reifenkrieg hat die Performance drastisch erhöht.

Jetzt hat McLaren-Konstrukteur Adrian Newey Alarm geschlagen. Gegenüber Autosport erklärte der Brite, die Bremsperformance der aktuellen Formel 1-Boliden habe ein kritisches Level erreicht: „Der hohe Grip der Reifen und der steigende aerodynamische Abtrieb haben eine gewaltige Belastung der Bremsanlagen zur Folge."

Und: "Die Lasten während dem Bremsvorgang sind bereits derart hoch, dass es Probleme mit brechenden Bremsscheiben gibt, das bereitet allen Sorgen. Wir hatten in Bahrain einen Bremsscheibendefekt und ich weiß, dass auch andere Teams solche Schäden hatten.“

Die Motorsportbehörde FIA hat zudem die Dicke der Bremsscheiben limitiert. Adrian Newey sagt: „Da die Bremsscheiben auf eine maximale Dicke von 28 mm limitiert wurden und die Felgen einen maximalen Durchmesser von 13 Zoll aufweisen müssen, ist hier nur noch wenig Handlungsspielraum vorhanden. Das ist mittlerweile eine echte Sicherheitsfrage.“

Newey plädierte auch für ein Verbot der Karbonbremsscheiben, dies würde die Bremswege wieder verlängern und die Kosten senken. So nebenbei würde eine solche Maßnahme auch das Ausbremsen eines Gegners erleichtern.

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