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Der fliegende Finne hat zugeschlagen

Auf bekanntem Terrain holte sich Mika Häkkinen seine erste DTM-Pole , bei nassen Bedingungen fuhren Ekström und Abt (beide Audi) auf die Plätze.

Erst zwei DTM-Rennen gefahren und schon ganz vorne: Der zweifache Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen beweist seine Klasse und holt sich in Spa die erste DTM-Pole-Position.

Der Himmel über den Ardennen öffnete die Schleusen und machte das DTM-Qualifying in Spa zur Wasserschlacht. Als souveräner Regenmeister benötigte Mika Häkkinen in der AMG-Mercedes C-Klasse am Samstagnachmittag für seine schnellste Runde 2:32,729 Minuten. Der amtierende DTM-Champion Mattias Ekström (Audi) startet morgen um 14 Uhr (ab 13:45 Uhr live ARD) neben dem frisch gebackenen zweifachen Familienvater aus der ersten Startreihe. Sein Rückstand auf den Finnen beträgt 0,563 Sekunden.

Die drittschnellste Zeit auf der 6,976 Kilometer langen Traditionsrennstrecke in Spa-Francorchamps mit der weltbekannten Mut-Kurve "Eau Rouge" fuhr Audi-Pilot Christian Abt. Im Einzelzeitfahren der schnellsten Zehn aus dem Qualifying belegte der Schweizer Marcel Fässler im Opel Vectra GTS V8 auf der längsten Piste im DTM-Rennkalender Platz vier. Mit dem siebten Platz von Teamkollege Laurent Aiello ist es das beste Ergebnis für die Rüsselsheimer in dieser Saison. Dennoch war die Opel-Truppe enttäuscht. Aufgrund eines Unfalls in der Auslaufrunde von Tom Kristensen wurde die Super-Pole gestoppt, Fässler und Aiello mussten ihren Angriff auf Startplatz eins abbrechen. Die Opel-Piloten durften erneut auf eine schnelle Runde. Aiello rutschte dabei von der Strecke und verlor viel Zeit. Fässler verbesserte sich in der zweiten Runde um mehr als eine Sekunde.

Pierre Kaffer wurde mit seinem Audi A4 DTM Vorjahreswagen Fünfter. Hockenheim-Auftaktsieger Jean Alesi, Zweiter der Gesamtwertung, rutschte wie auch Mercedes-Benz-Kollege Jamie Green in der Super-Pole von der regennassen Strecke. Alesi und Green starten morgen als Achter und Neunter.

Der Sieger vom EuroSpeedway Lausitz, Gary Paffett, erreichte mit der zehntschnellsten Zeit im Qualifying zwar die Super-Pole, konnte aber aufgrund eines Unfalls nicht antreten. Der Führende der Gesamtwertung geht morgen aus der fünften Startreihe ins 23 Runden lange Rennen.

Mika Häkkinen (1. Startplatz, Sport Edition AMG-Mercedes): "Meine Super-Pole-Runde war der Hammer. Ich freue mich riesig, nicht nur für mich, sondern auch für mein Team. Sie haben es überhaupt erst möglich gemacht, dass ich mich in der DTM so schnell so wohl fühle. Das ist die Basis für gute Leistungen."

Mattias Ekström (2. Startplatz, Audi Sport Team Abt Sportsline): "Ich bin mit meiner Leistung zufrieden. Für mein Debüt in Spa ist das okay. In der letzten Kurve verlor ich etwas Zeit, da Kies auf der Strecke lag. Trotzdem ist es keine Entschuldigung für fünf Zehntel Rückstand."

Christian Abt (3. Startplatz, Audi Sport Team Joest Racing): "Aufgrund der Wetterbedingungen war es eine schwierige Super Pole. Aber alle hatten dieselben Bedingungen. Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden."

Marcel Fässler (4. Startplatz, GMAC Team OPC): "Ich hatte in meiner ersten Super-Pole Runde einen Plattfuß, deswegen kam die Unterbrechung gerade recht. Beim zweiten Anlauf hat irgendetwas mit der Bremsbalance nicht gestimmt. Deshalb habe ich viel Zeit beim Anbremsen verloren."

Mercedes-Benz-Motorsportchef Norbert Haug: "Eine sehr starke Leistung von Mika Häkkinen. Er fuhr teilweise über dem Limit. Schade für Opel. Möglicherweise hatten sie schlechte Bedingungen. Aber Mika hat seine Pole absolut verdient."

Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich: "Qualifying und Super-Pole haben Fahrzeugbeherrschung auf höchstem Niveau gezeigt. Gratulation an Mika. Für Opel tut es uns leid, dass Tom Kristensen bei der schnellen Runde von Aiello behindert hat..."

Opel-Motorsportchef Volker Strycek: "Ich bin natürlich ein wenig traurig. Die erste Reihe war hier möglich. Das haben die Zeiten im Freien Training gezeigt. Wir hatten ein wenig Pech mit Kristensen, Laurent war auf einer sehr guten Runde."

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