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Neues aus der „Königsklasse“

Villeneuve über seine Chancen bei Sauber; Bruni wechselt in die GP2; "Banken vs. Bernie", Runde 2; Und: Der Silverstone-Priester ist keiner mehr.

Villeneuve: Alles hängt von den Reifen ab

Als Jacques Villeneuve von Williams zu British American Racing wechselte, sagten ihm viele Geldgier nach. Doch der Kanadier "bedauert" es auch heute noch nicht. "Zu einem neuen Team zu gehen ist immer ein großes Risiko." Im Falle von Villeneuve zahlte es sich nur wenig bis gar nicht aus.

Mit Sauber soll sich dies allerdings ändern, weswegen der Franko-Kanadier ein oder zwei Podestplätze nicht für unmöglich hält. "Und vielleicht sogar einen Sieg", so Villeneuve. "Es hängt von den Reifen ab."

Gianmaria Bruni: Zurück in die GP2!

Gianmaria Bruni wird in diesem Jahr in der neuen Formel GP2, der Nachfolgeserie für die aufgelassene Formel 3000, sein Glück versuchen. Der Italiener hat beim Coloni-Team unterschrieben.

Bruni erklärte seinen Schritt: "Nach meinem Jahr in der Formel 1 werden sich manche fragen, warum ich in eine Nachwuchsformel wechsle." Bruni gab umgehend die Antwort preis: "Ich bin Rennfahrer. Ich möchte Rennen fahren." Der Minardi-Pilot des Vorjahrs konnte nicht die nötigen Mittel für eine Fortsetzung seiner Formel-1-Karriere aufbringen.

Banken vs. Bernie: Nächste Runde am 10. Mai

Am 10. Mai geht der Streit zwischen Bernie Ecclestone und den Gläubigerbanken des Medienunternehmens Kirch in die nächste Runde. Nachdem die Banken sich bereits ein Mitspracherecht in der Formula One Holding verschaffen konnten, möchten sie nun auch in den "wirklich wichtigen" Gremien FOA und FOM die Kontrolle gewinnen.

In einer zehntägigen Anhörung treten hierzu nun die drei Institute Bayerische Landesbank, JP Morgan und Lehman Brothers als 75%ige Eigentümer der SLEC gegen Bernie Ecclestone als Vertreter der Formula One Administration (FOA) an. Sollten die Banken hierbei erneut gewinnen, könnten sie Ecclestone ablösen. Zudem wird darüber spekuliert, dass die Banken ihre Anteile womöglich an die GPWC verkaufen könnten.

Streckenpriester von Silverstone ist kein Priester mehr

"Read the bible – The bible is always right." Mit diesem Spruch und einem Transparent bewaffnet stürmte der später nur noch als Streckenpriester bekannte Neil Horan beim Großbritannien GP 2003 die Strecke von Silverstone. Nach zwei Monaten Gefängnisaufenthalt für diese Missetat zeigte er sich jedoch wenig geläutert und verursachte im letzten Sommer auch bei den olympischen Spielen in Athen einigen Ärger beim Marathon der Herren.

Entsprechend hat der Erzbischof von Southwark nun genug von seinem prominentesten Mitglied und warf ihn aus dem Priesteroden. "Ich lehne diese Entscheidung absolut ab", beschwerte sich Horan in der Sun. "Ich bin extrem niedergeschlagen. Das war unchristlich."

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