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Aguri Suzuki gibt nicht auf

Trotz der abgelehnten Einschreibung für die nächstjährige Formel-1-Weltmeisterschaft halten Aguri Suzuki und sein Team an den Plänen für 2006 fest.

Ex-Formel-1-Pilot Aguri Suzuki hat noch nicht aufgegeben. Der Japaner erklärte am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur reuters, dass er trotz der abgelehnten Einschreibung in die Formel-1-Weltmeisterschaft 2006 fest an seinem Vorhaben festhält, kommendes Jahr mit zwei Autos sein Formel-1-Debüt mit einem eigenen Rennstall zu geben "Auf Basis von Gesprächen mit der FIA haben wir entschieden, den Einschreibungsprozess erneut zu beginnen."

Das Team Super Aguri F1 hatte die Anmeldung zwar fristgerecht bis zum Ablauf des Termins am 15. November eingereicht, aber die für neue Formel-1-Teams notwendige Sicherheitszahlung in Höhe von 48 Millionen Dollar (rund 40,8 Millionen Euro) ist nicht bis zur Frist am 1. Dezember beim Automobilweltverband FIA eingegangen, sodass sich die FIA gezwungen sah, kein grünes Licht zu geben. Pech für Suzuki, denn scheinbar hatte er die entsprechende Bankgarantie vorliegen.

Suzuki telefonierte mit FIA-Präsident Max Mosley, der ihm geraten haben soll, zu versuchen, sich nachträglich einzuschreiben: "Herr Mosley sagte, dass er ein japanisches Team willkommen heißen würde, aber die anderen Teams dazu ihr Okay geben müssen. Das könnte etwas schwierig werden."

In der Tat dürfte der neue Rennstall Probleme dabei haben, sich zehn Ja-Stimmen von den anderen Teams einzuholen - das weiß auch der Japaner. Gibt es elf Teams, erhalten alle Rennställe weniger Geld aus dem Formel-1-Topf und das elfte Team würde in Zukunft gar kein Geld mehr erhalten und auf die geschätzten 10 Millionen Dollar (8,5 Millionen Euro) verzichten müssen, die es immerhin noch jährlich für das "Schlusslicht" in der Formel 1 gibt. Es ist wohl sehr unwahrscheinlich, dass zum Beispiel MF1 Racing der späteren Einschreibung zustimmt, denn man würde riskieren, die Saison 2006 als Elfter zu beenden.

Allerdings wäre dieser Vorteil wohl nur ein kurzes, denn Super Aguri F1 dürfte dann eben ein Jahr später in der Formel 1 auftauchen und es dürfte durchaus einige Fans geben, die es einem Team übel nehmen, falls es den Einstieg eines neuen Teams in die Formel 1 (zunächst) verhindert. An diesen Strohhalm dürfte sich Suzuki im Moment wohl auch klammern. Zudem dürften alle Teams von einem elften Team langfristig gesehen profitieren, weil das Interesse an der Formel 1 mit jedem Team zunimmt.

In der ehemaligen Arrows-Fabrik in Leafield bereitet sich derzeit ein 60köpfiges Team trotz der niederschmetternden Meldung weiter auf den Formel-1-Einstieg mit alten Arrows-Boliden aus dem Jahre 2002 vor, die man von Ex-Minardi-Teamchef Paul Stoddart erwerben möchte. Bis zum Saisonstart sollen unter der Leitung von Technikdirektor Mark Preston weitere vierzig Mitarbeiter eingestellt werden. Zudem gibt es das Gerücht, dass Honda fünfzig eigene Ingenieure nebst der bereits offiziell bekannt gegebenen Bereitstellung von V8-Motoren für das Projekt zur Verfügung stellen wird.

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