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Düstere Zukunftsaussichten für Cosworth

Mit zwei unterschiedlichen Triebwerken möchte Cosworth im kommenden Jahr die Formel 1 beliefern, doch für den V8 gibt es keine Abnehmer.

Gleich mit zwei unterschiedlichen Triebwerk-Konfigurationen möchte Cosworth im kommenden Jahr die Formel 1 beliefern: Während Minardi weiterhin die diesjährigen – dann allerdings in ihrer Drehzahl begrenzten – V10-Motoren einsetzen wird, hat die Firma von Kevin Kalkhoven und Gerald Forsythe noch keinen Abnehmer für ihr neues V8-Aggregat gefunden.

Die Chancen hierfür stehen momentan auch eher schlecht, denn außer Jordan/MidlandF1 und Williams haben alle Teams ihre Motorendeals für 2006 bereits abgeschlossen. "Wir verhandeln derzeit mit einigen Teams und werden sehen, wie es läuft", verriet Kalkhoven gegenüber Autosport.

Das neue Meisterwerk aus der ehemaligen Ford-Rennmotorenschmiede lobt der Boss verständlicherweise in den allerhöchsten Tönen: "Der V8 ist fertig und läuft mit über 700 PS und 21.000 Umdrehungen auf dem Prüfstand", bestätigt Kalkhoven frühere Aussagen über die Performance des noch unverkauften Motors.

Angesichts dieser eher düsteren Absatzaussichten für den V8 deutet Kalkhoven sogar ein Ende des Formel-1-Engagements oder einen Wechsel auf Zuliefererteile an, beispielsweise von Elektronikhersteller Pi (ebenfalls ein altes Ford-Unternehmen, welches samt Cosworth von Kalkhoven und Forsythe übernommen wurde).

"Es ist hart mit den Herstellern mitzuhalten, die kostenlose Motoren hergeben und viel Support bieten. Deshalb hängt es wirklich davon ab, wie wichtig es ist, einen unabhängigen Motorenhersteller in der Formel 1 zu haben, oder ob sie ganz in den Händen der Automobilhersteller sein soll."

Bernie Ecclestone wurde von solchen Aussagen bereits wachgerüttelt. "Ich hatte ein Meeting mit Ecclestone, er war sehr hilfsbereit und lieferte einige kreative Ideen", sagt Kalkhoven. "Wir würden unseren Motor natürlich gerne in der Formel 1 sehen. Aber letztlich kann man nie das Angebot eines Herstellers unterbieten."

Die Zukunft des hoch gelobten Cosworth V8 hängt also davon ab, ob Williams im kommenden Jahr mit BMW, Honda oder eben doch Cosworth an den Start gehen wird. Ansonsten könnte es leider sein, dass die 21.000 Umdrehungen möglicherweise nur auf dem Prüfstand und nie in einem Rennen ausgenutzt werden...

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