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Über galaktische Magier und Maranello-Müll

Wie jubelt Spanien über Alonso, wie hadert Italien mit der Niederlage des Ferrari-Teams? Ein Blick in die internationale Presse verrät es.

In den vergangenen Jahren war die italienische Presse alle zwei Wochen voll des Lobes für ihre ruhmreiche Scuderia Ferrari, doch nach dem verheerenden Rennwochenende von Malaysia bezogen die Roten deftige Prügel in der heimischen Presse.

"Super Alonso - Ferrari, der Fehler der Überheblichkeit", titelte beispielsweise der Corriere della Sera: "Das muss ein Irrtum sein. Die beiden roten Wagen in der Mitte der Startpiste können nicht die beiden Ferraris sein. Das können nicht die Ferraris sein, an die wir gewöhnt waren. Die unerreichbaren Ferraris, die im vergangenen Jahr zu dieser Zeit bereits auf den Weltmeistertitel bauten."

Ganz anders hingegen in Spanien. Dort schwärmt die Medienlandschaft von ihrem "Magier Alonso", der die Formel 1 regiert. Die Marca schreibt sogar, dass Fernando Alonso "die Formel 1 revolutioniert" und "spanische Sportgeschichte" schreibt. "Hier kommt der Weltmeister."

El Mundo sah in Alonsos Triumphfahrt "einen Champion vom Anfang bis zum Ende". Und ABC sah in ihrem Star "das Maß aller Dinge". El Periódico de Catalunya nahm derweil Anleihen bei Fernandos Lieblings-Club Real Madrid: "Alonso, der Galaktische."

Auf der grünen Insel war hingegen die Schlappe von Ferrari das große Thema - schließlich waren die britischen Rennställe nur bedingt besser und keine Gefahr für Renault. "Michael Schumachers Befürchtungen wurden bestätigt: Sein einst alles erobernder, stolzer Ferrari pfeift aus dem letzten Loch", titelt der Daily Express.

Die Times sah in der Scuderia nur noch einen Schatten jenes Teams, dass die Formel 1 in den vergangenen fünf Jahren dominierte und diese dazu gezwungen hatte "sich Michael Schumacher zu unterwerfen". Entsprechend hätte der Champion "seine Wunden geleckt und sich gewundert, wie alles so schief laufen konnte".

Als Konsequenz rechnet der Daily Mirror nun damit, dass die "alternde Maranello-Maschine auf den Müll geschmissen" wird und der F2005 schon in Bahrain debütiert. "Ferraris Poker, die neue Saison mit dem alten Auto zu beginnen, war ein Schuss, der fürchterlich nach hinten losging."

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