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"Habe das Gefühl, all meine Ziele erreicht zu haben..."

"Ich kehre nächstes Jahr nicht mehr in die Formel 1 zurück", soll Briatore laut Bild-Zeitung der Zeitschrift Hello! gesagt haben.

Schon seit Wochen verhandelt Renault-Teampräsident Alain Dassas mit Teamchef Flavio Briatore um eine Vertragsverlängerung um weitere zwei Jahre. Ursprünglich hätte die Entscheidung in Hockenheim bekannt gegeben werden sollen, doch bis heute wurde die Öffentlichkeit von den Franzosen nicht informiert.

Dies nährte naturgemäß Spekulationen, wonach sich der Weltmeistermacher aus der Formel 1 zurückziehen könnte, schließlich hatte er sich erst vor einigen Wochen einer Krebsoperation unterziehen müssen. Der Italiener hat diese zwar gut überstanden, doch setzte bei ihm dadurch offenbar ein Umdenken ein, was seine Lebensgestaltung angeht - und ein so forderndes Business wie die Königsklasse des Motorsports scheint darin keinen Platz mehr zu haben.

"Ich komme nächstes Jahr nicht wieder zurück in die Formel 1", wird Briatore von der 'Bild'-Zeitung zitiert, die sich ihrerseits auf die britische Illustrierte 'Hello!' beruft. "Das ganze Jahr unterwegs zu sein, ist ermüdend. Außerdem habe ich das Gefühl, all meine Ziele erreicht zu haben. Meine Prioritäten haben sich verändert. Ich möchte nicht mehr jedem Deal hinterherhetzen, stattdessen einfach mehr Lebensqualität genießen."

Zu seiner Krebsoperation sagte er: "Ich muss mich bei Gott bedanken, dass ich so ein Schwein gehabt habe. Hätte ich die Routineuntersuchung nicht gemacht, wäre ich bald Geschichte gewesen. Ich werde mein Leben ändern", so der 56-Jährige, der nun auch sein Herz "ein wenig mehr" öffnen und unter Umständen sogar seine Lebensgefährtin Elisabetta Gregoraci heiraten will: "Elisabetta hat einen sehr hohen Stellenwert in meinem neuen Leben. Sie ist fantastisch."

Offiziell ist Briatores Entscheidung freilich noch nicht, auch wenn man sich in Szenekreisen durchaus vorstellen kann, dass er die Formel 1 Formel 1 sein lassen wird - schließlich kann er 2007 eigentlich nichts mehr gewinnen: Wunderkind Fernando Alonso verlässt Renault in Richtung McLaren-Mercedes, Giancarlo Fisichella und Heikki Kovalainen gelten nicht unbedingt als ernsthafte Titelanwärter. Nach möglichen zwei WM-Kronen en suite wäre aber alles andere eine Niederlage.

Fakt ist, dass sich Renault sehr um einen Weiterverbleib des charismatischen Teamchefs bemüht, schließlich hat sich der französische Automobilhersteller gerade erst bis 2012 dem Grand-Prix-Sport gegenüber verpflichtet. Konkret liegt Briatore ein Zweijahresvertrag vor, den er nur noch unterschreiben müsste - worauf Dassas, der allzu kurzfristig wohl keinen probaten Manager als Nachfolger aus dem Hut zaubern könnte, stark hofft...

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