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Todt: "Michael wird Ferrari nie mehr verlassen!"

Laut Ferrari-Rennleiter Jean Todt wird Michael Schumacher zwar über seine Zukunft entscheiden, jedoch sicher nicht das Team wechseln.

Weil viele damit gerechnet hatten, dass Ferrari beim Heimspiel in Imola angesichts der Anwesenheit von Präsident Luca di Montezemolo zumindest den ersten der beiden Fahrer - voraussichtlich Kimi Räikkönen - für 2007 bestätigen könnte, wurde das Wochenende in der Emilia Romagna mit besonderer Spannung erwartet. Bis heute steht eine solche Bekanntgabe aber noch aus.

Teamchef Jean Todt ließ gegenüber der Bild am Sonntag jedoch immerhin ein kleines Kätzchen aus dem Sack: "Michael wird Ferrari nie mehr verlassen. So lange Michael in der Formel 1 ist, so lange ist er auch bei Ferrari. Michael gehört zu Ferrari - und Ferrari gehört zu ihm", so der Franzose. Die Gerüchte um einen Wechsel zu Renault bezeichnete er als "Bullshit", weil es dazu nie kommen werde: "Da kann Briatore ihn dreimal fragen."

"Alle Zeit der Welt"

Ferner betonte der Ferrari-Teamchef, dass Schumacher "alle Zeit der Welt" habe, was seine Entscheidung angeht: "Es gibt keine Fristen. Wir reden hier über Michael Schumacher. Wenn Ferrari ihm nicht alle Freiheiten einräumt, wem dann? Sobald er zu mir kommt, einigen wir uns", stellte er klar. Die Abwicklung des Deals würde seiner Ansicht nach nur "fünf Minuten" dauern - selbst im Beisein von "Mister 20 Prozent" Willi Weber.

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo ließ gestern den einen oder anderen Hinweis fallen, dass Räikkönen tatsächlich verpflichtet werden könnte, gab sich aber äußerst zugeknöpft, was die Zukunft des siebenfachen Weltmeisters angeht: "Ich bin schon lange in der Formel 1. Darüber zu spekulieren, ob Michael bleiben wird oder nicht, ist totale Zeitverschwendung. Er muss sich selbst entscheiden", winkte er vor einer gewaltigen Journalistentraube ab.

Kein Druck

Momentan habe Ferrari ohnehin andere Prioritäten - gerade beim Heimrennen im 'Autodromo Enzo e Dino Ferrari': "Wir setzen uns da nicht unter Druck, sondern momentan sind bei uns alle - das fängt beim Präsidenten an, geht über die Techniker und hört erst bei den Fahrern und speziell bei Michael auf - voll darauf konzentriert, endlich wieder auf die Siegerstraße zurückzukehren", forderte der Italiener endlich das heiß ersehnte Comeback von seiner Truppe.

Eine Frage brannte aber trotzdem allen auf der Zunge: Würde sich Schumacher Räikkönen im selben Team überhaupt antun? "Michael hat längst bewiesen, dass er - wenn er ein gutes Auto hat - sich vor niemandem fürchten muss", antwortete Todt. "Er hat sie doch alle geschlagen: seine Teamkollegen, seine Jäger - alle. Er hat bestimmt keine Angst. Michael ist einer der größten Kämpfer, die ich je in der Formel 1 gesehen habe."

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