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Berufs-Boxer

Seit Längerem schon „gerüchtet“, ist es jetzt offiziell: Der Niederösterreicher Richard Lietz ist einer der beiden neuen Werksfahrer bei Porsche.

Der 23jährige macht damit den Schritt vom Supercup, wo sich er 2006 mit guten Resultaten (unter anderem dem Sieg beim Rennen in Monte Carlo) empfohlen hat, in das Werksteam des Stuttgarter Herstellers – und sichert sich damit einen der begehrtesten Jobs im Rennsport.

Lietz’ Aufgabengebiet werden heuer die 1000-Kilometer-Rennen der Le Mans Serie sein, wo er für das französische Team IMSA Performance einen 997 steuern wird. Die Rennen der Le Mans Serie gehen über 1000 Kilometer, das Finale im brasilianischen Interlagos gar über 1000 Meilen, das sind ca. 11 Stunden Fahrzeit.

Seine Saison beginnt aber schon am 27./28. Jänner in Daytona, dort ist er beim 24-Stunden-Rennen einer der Fahrer von Synergy Racing. Auftritte bei den 24-Stunden-Rennen am Nürburgring und in Le Mans sind ebenfalls nicht ausgeschlossen.

Zwei Neue

Zwei Vakanzen waren bei Porsche zu besetzen, nachdem Lucas Luhr und Mike Rockenfeller mit Ende 2006 zu Audi gewechselt haben. Der zweite Neuzugang neben Lietz ist der Australier Ryan Briscoe, er fährt heuer einen Prototypen RS Spyder beim Penske-Team in der American Le Mans Series.

Briscoe bringt Erfahrung aus dem IndyCar-Sport mit und war auch einige Zeit Testfahrer in der Formel 1; er war schon in der Formel 3 Euroseries Gegner von Richard Lietz, jetzt sind die beiden also Teamkollegen.

Der Werkskader umfasst neun Fahrer; weiter an Bord bleiben die bisherigen Porsche-Piloten Jörg Bergmeister (D), Timo Bernhard (D), Emmanuel Collard (F), Romain Dumas (F), Marc Lieb (D), Patrick Long (USA) und Sascha Maassen (D).

Erstes Statement von Richard Lietz

Das Ziel, sich als Profi zu etablieren, hat Lietz hat mit dieser Vertragsunterzeichnung geschafft: "Ich freue mich sehr, dass ich 2007 wieder ein spannendes Rennjahr vor mir habe," meint er, "es ist eine tolle Aufgabe für einen Motorsportler, eine so traditionsreiche Marke wie Porsche vertreten zu dürfen.“

„Eine große Herausforderung wird für mich die Umstellung auf die Langstreckenrennen. Ich bin jetzt dabei, mein Fitnessprogramm auf Ausdauer umzustellen. Bis jetzt habe ich im Porsche Supercup ja immer nur Sprintrennen bestritten.“ – Sein erster Versuch im Langstrecken-Metier waren die 24 Stunden von Bahrain im Dezember, dort endete das Abenteuer leider verfrüht. Übung macht den Meister: Richard Lietz reist noch diese Woche nach Daytona.

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