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Familienzusammenführung

Zum ersten Mal kamen bei einer großen Testsession auf dem Paul Ricard High Tech Test Track in Le Castellet alle aktuellen Rennsport-Typen der Firma Aston Martin zusammen.

Johannes.Gauglica@motorline.cc

Die größte Überraschung gab es sicher bei der Session mit dem Le-Mans-Auto DBR9: in den racing-grünen GT mit 600 PS starkem 6-Liter-V12 kletterten einige bekannte Fahrer, die sich um ein Cockpit für 2007 bemühen, darunter die Formel-1-Veteranen Johnny Herbert und Olivier Panis. Außerdem setzte sich auch der ehemalige Seat-WTCC-Fahrer Rickard Rydell ans Steuer. Der Schwede hat angedeutet, in Zukunft eher in Richtung GT-Sport gehen zu wollen.

Zuletzt war Rydell 2004 in Le Mans am Start, damals gemeinsam mit dem heutigen Aston-Werkspiloten Darren Turner und Rallye-Exweltmeister Colin McRae auf einem Prodrive-Ferrari. So ein Zufall: hinter Aston Martin Racing verbirgt sich niemand anderer als David Richards’ Firma Prodrive. Man bereitet sich bereits auf das dritte Aufeinandertreffen mit den Werks-Corvettes in Le Mans vor; bisher steht das Match Detroit gg. Newport Pagnell 2:0 für die US-Boys. Aston Martin gehört ja – zumindest derzeit noch – dem großen GM-Rivalen Ford, es geht also auch um die Ehre des Konzerns.

Neben dem mächtigen DBR9 gab es die 550 PS starke GT3-Variante DBRS9 zu sehen, den einige Teams in der FIA-GT3-Europameisterschaft und diversen nationalen Serien einsetzen werden. In der britischen GT-Meisterschaft wird erstmals ein DBRS9 mit Ethanol-Power am Start sein.

Völliger Newcomer in der Riege war der Vantage N24, ein vom Werk selbst gebautes, bis auf Sichereinrichtungen überaus seriennahes Kundenfahrzeug mit V8-Motor und 410 PS Leistung – „nur“ 30 Pferde mehr als das Straßenfahrzeug. Firmenchef Dr. Ulrich Bez und Entwicklungsleiter Chris Porrit waren mit der „Nullnummer“ dieses Autos bereits bei den 24 Stunden am Nürburgring am Start. Die ersten Kunden-Exemplare des N24 werden im April ausgeliefert.

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