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Vier Stunden harte Arbeit

Auf und ab: Unverschuldeter Sturz des Yamaha Austria Racing Teams zu Beginn des Rennens, die Aufholjagd führte dann zurück auf Platz 9.

Foto: Reygondeau

Von der 6. Startposition konnte Sebastien Scarnato beim Start in bewährter Weise einige Plätze gut machen. Nach 20 Minuten hatte sich der Franzose in Sichtweite zu den Werksteams von Kawasaki France, Castrol Suzuki und Qatar Endurance auf Rang vier eingenistet als ihn ein Rammstoß vom Belgier Didier van Keymeulen aus dem Sattel seiner Yamaha holte. Scarnato schaffte es trotz Beinbruchs noch zurück an die Box - und das ausgerechnet an seinem 34. Geburtstag!

Mehr als sechs Runden benötigten die Mechaniker um alle Sturzschäden einigermaßen wieder in Ordnung zu bringen. Auf Platz 38 zurückgefallen gingen die Vize-Weltmeister des Vorjahres wieder ins Rennen. „Eigentlich ist es aussichtslos, noch viel zu riskieren. Mal schauen was Igor und
Damian noch ausrichten können“, zeigte sich Teamchef Mandy Kainz wenig optimistisch.

Doch Igor Jerman und Damian Cudlin steigerten sich in einen wahren Rausch und holten Platz um Platz auf. Nach einer Stunde noch auf Rang 34 notierte man nach zwei Stunden bereits den 19. Platz, nur noch zwei Runden hinter den ersten WM-Punkten. „Unglaublich, was die beiden heute geleistet haben. So eine Aufholjagd hat man schon lange nicht mehr gesehen“, zollte selbst Kainz seinen Piloten Respekt.

Nach vier Stunden hatten es Jerman und Cudlin endlich geschafft, in die WM-Punkte-Plätze zu fahren. Am Ende fehlten dem steirischen Team nur noch etwas mehr als eine Minute auf Platz acht. Kainz: „Wir haben pro Runde bis zu fünf Sekunden auf unseren Vordermann aufgeholt. Es hätte als nicht mehr lange gedauert und wir hätten einen weiteren Platz aufgeholt.“

Trotz der sehenswerten Aufholjagd und Rang 4 in der WM-Zwischenwertung zeigte sich Mandy Kainz keineswegs zufrieden: „Wie kann man nur in der Anfangsphase eines Rennens so eine unnötige Aktion machen“, schüttelte er noch Stunden nach der Zieldurchfahrt den Kopf; „heute sind wir zwar mit einem blauen Auge davon gekommen, aber vom Speed wäre der dritte Platz ohne weiteres möglich gewesen. Aber scheinbar klebt uns heuer das Pech an den Fersen.“

Bis zum nächsten Rennen in Suzuka (Japan) verbleibt für Sebastien Scarnato genügend Zeit, seine Sturzverletzungen auszuheilen. Kainz: „Dann werden wir wieder ordentlich angasen. Irgendwann muss unsere Pechsträhne ja einmal zu Ende sein.“

Resultat Endurance-WM 6 h Albacete/E

1. Kawasaki France (Plater, Mazuecos), 228 Runden in 6:03:51.661 h (=133,06 km/h).
2. Suzuki Endurance 1 (Philippe, M. Lagrive, Da Costa), 2 Runden zurück.
3. Yamaha Folch Endurance (Tomas, Casas, Fouloi), 4 Runden zurück.
4. Qatar Endurance Racing (Cardoso, Silva), 6 Runden zurück.
5. Bolliger Team Switzerland (Morillon, Muff, Saiger), 6 Runden zurück.
6. F.C.C. TSR Honda (Tsujimura, Sugai), 7 Runden zurück.
7. Moto 38 (Nigon, Millet, Contente), 8 Runden zurück.
8. Team 18 Sapeurs Pompiers (Nigon, Millet, Contente), 9 Runden zurück.
9. Yamaha Austria Racing Team (Jerman, Scarnato, D. Cudlin), 10 Runden zurück.
10. Suzuki Schweden (Andersson, Notman, Carlberg), 12 Runden zurück.

WM-Stand (nach zwei von sechs Rennen)
1. Suzuki Endurance 1, 48 Punkte.
2. Kawasaki France, 47.
3. Suzuki Endurance 2, 35.
4. Yamaha Austria, 24.
5. Yamaha GMT94, 18.
6. Folch Endurance und Team 18 Sapeurs Pompiers, beide 16.

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