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Die jüngsten Gerichte aus der Gerüchteküche

Aus der Gerüchteküche - Vorspeise: Coulthard bei RBR unkündbar | Hauptgang: Windkanal-Explosion lähmte Ferrari| Nachspeise: Klien zu Toyota?

Michael Noir Trawniczek
Foto: Ferrari

In der Gerüchteküche brodelt es derzeit gewaltig - es wird wie wild ein Gerücht nach dem anderen "gekocht". Wir bringen drei weniger bekannte und zum Teil auch plausibel klingende "Mahlzeiten" - zumal die besonders bekannten, die zurzeit durch den Medienwald rauschen - Schumacher-Comeback, Kovalainen statt Wurz - längst dementiert wurden.

Vorspeise: Coulthard bei RBR unkündbar

Unter dem Titel "Red Bull zu grün?" behauptet die Sportwoche in ihrer jüngsten Ausgabe, bei RBR würden in Wahrheit immer noch "alte Jaguar-Verwalter" die Fäden ziehen, im Team sollen sich die Briten in einem Grabenkampf gegen die österreichischen Besitzer befinden.

Adrian Newey, der britische Stardesigner, soll in seinem Vertrag verankert haben, dass sowohl der britische Teamchef Christian Horner, in dem erwähnten Artikel als "No Name-Teamchef" bezeichnet, als auch David Coulthard unantastbar seien respektive dass bei einer Kündigung von Horner oder Coulthard automatisch auch der Vertrag von Newey seine Gültigkeit verlieren würde. Als Quelle wird "ein Insider" angegeben. Dieser wird zitiert: "Das Team ist völlig verseucht."

Aus diesem Grunde soll es auch zu einer Entfremdung zwischen RBR und der Scuderia Toro Rosso gekommen sein, denn, so schreibt man: "Gerhard Berger weiß, dass man sich mit Engländern nicht einlassen sollte."

Hauptgang: Windkanal-Explosion lähmte Ferrari

Den letzten Sieg durfte die Scuderia Ferrari beim Grand Prix von Spanien in Montmelo erringen, danach ging es bergab, Massa und Räikkönen wurden in Monaco von den McLaren-Piloten regelrecht vorgeführt. Die gewöhnlich gut informierte, langjährige Formel 1-Reporterin Karin Sturm berichtet in einem von der Adrivo Sportpresse veröffentlichten Artikel von einem - geheim gehaltenen - Unfall im Ferrari-Windkanal.

Dieser habe sich just zwischen den Rennen in Spanien und Monaco zugetragen. Ein Stahlband, welches die Straße simuliert und 300 km/h erreichen kann, sei "explodiert". Es seien Metallteile umhergeflogen, der Windtunnel sei dabei schwer beschädigt worden, die Ferrari-Ingenieure hätten ihr Entwicklungsprogramm nicht wie geplant absolvieren können, auch wenn man in der Folge in einen Ersatzwindkanal wechselte. Auf diese Weise habe man einen Entwicklungsrückstand erlitten.

Ob der Tunnel bereits wieder in Betrieb sei, wäre jedoch immer noch "ein Geheimnis", heißt es in dem Artikel. Eines aber weiß man mit Sicherheit: Ferrari testet zurzeit in Silverstone ein neues Aerodynamik-Paket...

Nachspeise: Klien zu Toyota?

In Bezug auf nicht näher genannte "österreichische Quellen, die zum Teil unverlässlich sind", berichten die überwiegend seriösen britischen Kollegen von Grandprix, dass man bei Toyota mit dem Gedanken spielen soll, Christian Klien als Stammpilot zu verpflichten.

Klien könne "jener Mann sein, der im kommenden Jahr Ralf Schumacher ersetzen und an der Seite von Jarno Trulli fahren soll", heißt es in dem Artikel. Demzufolge könnte Schumacher bereits in Magny Cours durch den französischen Tester Franck Montagny ersetzt werden, der den Rest der Saison bestreiten könnte. Für den 24-jährigen Christian Klien würde sprechen, dass er "jung und erfahren" sei - "eine rare Kombination".

Mahlzeit, übrigens.

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