MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Erfolgreiche Experimente - so kann das Überholen erleichtert werden

Zwei Wochen experimentierten führende Team-Aerodynamiker in einem Windkanal - jetzt gibt es konkrete Vorschläge, wie das Überholen erleichtert werden kann.

Die "Überhol-Kommission", die angesichts der immer weniger werdenden Überholmanöver in der Formel 1 ins Leben gerufen wurde, vermeldet nach Informationen des Fachmagazins Auto, Motor und Sport erste Ergebnisse.

Demzufolge findet in dieser Woche noch einmal eine Sitzung im Windkanal von Fondmetal im italienischen Bergamo statt. Dort sollen Renault-Chefingenieur Pat Symonds, Ferrari-Berater Rory Byrne und McLaren-Chefingenieur Paddy Lowe rund zwei Wochen an einem Aerodynamik-Konzept gearbeitet haben.

Ziel war es, das Problem in den Griff zu bekommen, wonach ein hinterherfahrendes Auto in der verwirbelten Luft des Vordermannes derart viel Abtrieb verliert, dass er nicht ausreichend dicht auffahren kann, um zu einem Überholmanöver anzusetzen.

Das Ergebnis der Experimente soll ergeben haben, dass es sinnvoll ist, den Frontflügel um 30 Zentimeter zu verbreitern, dafür den Heckflügel schmaler und höher zu gestalten.

Dadurch soll der Bereich "schmutziger Luft" schmaler werden und der Hinterherfahrende weniger Untersteuern haben, da der Frontflügel mehr Abtrieb generieren kann.

Ferner empfehlen die Experten einen steileren Diffusor sowie eine weniger radikale Verkleidung vor den Hinterrädern. Zudem sollen alle Zusatzflügel verboten werden. Durch diese Maßnahmen würde der Abtrieb um rund 50 Prozent sinken.

Die Kommission folgt auch der Einschätzung zahlreicher Experten, wonach mehr Überholmanöver dadurch entstehen, dass der aerodynamische Abtrieb gesenkt und die mechanische Haftung erhöht wird.

So ist geplant, erstmals seit 1997 ab dem Jahr 2009 wieder profillose Reifen, die so genannten Slicks, einzusetzen, die durch eine größere Auflagefläche mehr Haftung bieten.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Die Racing Bulls zeigen in Detroit ihr neues Design für 2026: Zu dem bisherigen Weiß kommen blaue Flächen als Anspielung auf Motorenpartner Ford

Red Bull hat seine Farben für die neue Formel-1-Saison präsentiert: Das Design für den RB22 erstrahlt für die Partnerschaft mit Ford in einem neuen Glanz

Energie-Management in der F1?

Albon: Formel 1 2026 wie die Formel E

Die Formel 1 startet 2026 in eine neue Ära: Fahrer müssen die Fahrweise anpassen und ihre Energie managen - Alexander Albon sieht sogar Parallelen zur Formel E

Trotz Gerüchten um einen vorzeitigen Abgang von Red Bull wird Gianpiero Lambiase auch 2026 an Bord sein und Renningenieur von Max Verstappen bleiben

In Erinnerung an Dietrich Mateschitz

DM01 ist erster Red-Bull-Motor mit Ford

"Sein Traum": Red Bull benennt die erste eigene F1-Antriebseinheit in Kooperation mit Ford zu Ehren von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz