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Testauftakt in Jerez

Renault hielt bei den F1-Testfahrten in Jerez den ersten richtigen Test mit dem neuen Renault R27 ab - Williams testete mit einem Interims-Wagen, dem Williams-Toyota FW 28B.

Nach dem ersten Shakedown in der vergangenen Woche in Silverstone, bei dem Nelson Piquet jun. lediglich 20 Kilometer absolvierte, nahm heute im spanischen Jerez de la Frontera Giancarlo Fisichella das Testprogramm mit dem neuen Renault R27 auf. Die ersten Eindrücke, die er dabei gewinnen konnte, waren offenbar positiv.

Der Italiener spulte im Laufe des Tages 32 Runden ab und kam auf eine Bestzeit von 1:20.683 Minuten, wobei er drei Zehntelsekunden vor Kazuki Nakajima im Williams-Toyota FW28B blieb, erlitt jedoch am späten Nachmittag einen Motorschaden. Bis dahin standen ab der ersten Ausfahrt um exakt 9:40 Uhr morgens mit dem vorerst nur interimistisch lackierten Neuwagen diverse Systemchecks auf dem Programm.

"Es ist immer ein besonderer Moment, wenn man zum ersten Mal mit dem neuen Auto fährt, und es fühlte sich gut an, heute Morgen in den R27 zu klettern", erklärte Fisichella, der am bestehenden Streckenrekord in Jerez um etwa vier Sekunden vorbeischrammte, was jedoch nicht viel zu bedeuten hat.

"Das Auto macht optisch einen starken Eindruck und fühlte sich von Anfang an komfortabel zu fahren an."

"Die Strecke war ziemlich schmutzig und hatte keinen Grip, daher tue ich mir mit einer Einschätzung von Performance und Handling schwer, speziell auch wegen des Motorproblems am Ende des Tages."

"Bislang reagiert das Auto aber wie erwartet - es fühlt sich genauso gut an wie der R25 und der R26. Das ist in dieser Phase ein gutes Zeichen. Wir freuen uns schon darauf, morgen mit der Arbeit fortzufahren", gab er zu Protokoll.

"Der heutige Shakedown", fügte Technikchef Bob Bell an, "bedeutet einen weiteren Meilenstein für das R27-Projekt, nämlich genau an dem Tag, den wir vor einem Jahr dafür geplant hatten. Dazu muss man den Teams in Enstone und Viry gratulieren. Allerdings hat unsere Arbeit - wie immer mit einem neuen Auto - gerade erst begonnen. Wir hatten die üblichen Kinderkrankheiten, aber Giancarlos Feedback war positiv, daher freuen wir uns auf den Rest des Tests."

Und weiter: "Wir sind in der einzigartigen Position, ab morgen für den Rest der Woche schon mit zwei neuen Autos testen zu können. Heikki [Kovalainen; Anm. d. Red.] und Giancarlo werden so gleich beim ersten Test im neuen Jahr Eindrücke gewinnen. Wir hoffen, dass wir mit beiden Fahrern viele Kilometer im Rahmen der umfangreichen Programme zurücklegen können", fasste der Brite das Geschehen des ersten Testtages zusammen.

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