MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Wieder Massa vor Räikkönen

Wie schon in der letzten Woche beherrschten die Ferrari-Piloten Felipe Massa und Kimi Räikkönen das Geschehen. Christian Klien auf Rang 11.

Bei exzellenten äußerlichen Bedingungen und wie erwartet warmen Temperaturen (bis zu 24 Grad Luft, bis zu 33 Grad Asphalt) nahmen neun von elf Formel-1-Teams heute den zweiten Teil der Bahrain-Testfahrten in Angriff.

Einige der Autos waren dabei erstmals mit den finalen Aerodynamikkonfigurationen für den Saisonauftakt in Australien ausgestattet, weshalb das Resultat zumindest etwas aussagekräftiger sein sollte als bisher in diesem Winter.

Schwerer Crash von Kovalainen

Für die Schrecksekunde des Tages sorgte Heikki Kovalainen: Der Renault-Pilot kam mit seinem R27 am Ausgang der siebenten Kurve mit einem losen Heck von der Strecke ab, krachte mit der rechten Seite voran gegen die Leitplanken, die durch die Wucht des Aufpralls sogar verbogen wurden, konnte sich anschließend aber selbst aus dem Cockpit befreien. Die Unterbrechung nutzte er im ersten Schock jedoch, um sich kurz neben die Unfallstelle zu setzen und einmal ordentlich durchzuatmen.

Ralf Schumacher leicht verletzt

Für den Finnen war die Session damit ebenso vorzeitig beendet wie etwas später für Ralf Schumacher (16./+ 2,770/36 Runden), denn der Toyota-Pilot zog sich bei einem Dreher über die Randsteine leichte Rückenverletzungen zu, so dass er vorbeugend aus dem TF107 stieg, um morgen wieder fit zu sein. An seiner Stelle übernahm Testfahrer Franck Montagny, der nach 37 Runden mit einem Rückstand von 1,739 Sekunden Achter wurde.

An der Spitze des Klassements gab Ferrari zu Beginn der letzten großen Testwoche vor dem Saisonauftakt noch einmal ein gewaltiges Lebenszeichen von sich: Felipe Massa umrundete den Wüstenkurs in 1:31.260 Minuten, absolvierte insgesamt 102 Umläufe und war damit gleichzeitig der fleißigste Pilot des Tages. Halbwegs folgen konnte ihm eigentlich nur sein Teamkollege Kimi Räikkönen (95 Runden), der mit 0,330 Sekunden Rückstand auf den Brasilianer Zweiter wurde.

Als einziger Nicht-Ferrari-Pilot schaffte ansonsten noch Fernando Alonso (McLaren-Mercedes/+ 0,591/96 Runden) den Sprung unter die 1:32er-Marke, gefolgt vom erneut defektgeplagten Robert Kubica (+ 0,848/74 Runden) im gewohnt schnellen BMW Sauber F1.07 und Lewis Hamilton (+ 0,933/55 Runden), dessen Silberpfeil eine rote Flagge verursachte. Giancarlo Fisichella (+ 1,296/82 Runden) spulte indes schon am Vormittag beinahe eine komplette Renndistanz ab, wurde schlussendlich trotz eines Getriebeproblems Sechster.

Klien vor den RBR

Jarno Trulli (9./+ 1,890/64 Runden), dessen Toyota-Team erstmals einen völlig neuen Frontflügel nach Williams-Vorbild ausprobierte, Sebastian Vettel (BMW Sauber F1 Team/+ 1,959/34 Runden), Christian Klien (Honda/+ 2,118/90 Runden) sowie die Red-Bull-Renault-Piloten David Coulthard (+ 2,266/69 Runden), der eine rote Flagge verursachte, und Mark Webber (2,382/74 Runden), der einmal in der Boxengasse stehen blieb, belegten die Positionen neun bis 13.

Dahinter klassierten sich im Grunde genommen nur noch die üblichen Verdächtigen, also je ein Auto von Honda, Super-Aguri-Honda, Toyota und Toro-Rosso-Ferrari. Apropos Toro-Rosso-Ferrari: Scott Speed war heute erstmals seit seiner offiziellen Bestätigung als Rennfahrer für 2007 im Einsatz, drehte 44 Runden, wurde aber mit 2,877 Sekunden Rückstand nur Letzter. Wesentlich bessere Figur machte er dafür bei einem Fotoshooting mit Vitantonio Liuzzi, das parallel abgehalten wurde.

Abseits des eigentlichen Testgeschehens waren wie schon vergangene Woche ein paar Fans auf dem Bahrain International Circuit anzutreffen, außerdem wurde Ex-Weltmeister Jackie Stewart im Gespräch mit hochrangigen Scheichs gesehen. Ebenfalls vor Ort war Anthony Hamilton, der Vater des McLaren-Mercedes-Piloten, sowie Räikkönen-Manager Steve Robertson und Gerhard Berger, Miteigentümer der Scuderia Toro Rosso.

Testzeiten

 1.  Massa         Ferrari      1:31.260  102
 2.  Raikkonen     Ferrari      1:31.590   95
 3.  Alonso        McLaren      1:31.851   96
 4.  Kubica        BMW          1:32.108   74
 5.  Hamilton      McLaren      1:32.193   55
 6.  Fisichella    Renault      1:32.556   82
 7.  Kovalainen    Renault      1:32.880   19
 8.  Montagny      Toyota       1:32.999   37
 9.  Trulli        Toyota       1:33.150   64
10.  Vettel        BMW          1:33.219   34
11.  Klien         Honda        1:33.378   90
12.  Coulthard     RBR          1:33.526   69
13.  Webber        RBR          1:33.642   74
14.  Rossiter      Honda        1:33.697   78
15.  Sato          SuperAguri   1:33.813   75
16.  R.Schumacher  Toyota       1:34.030   36
17.  Speed         ToroRosso    1:34.137   44

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel-1-Testfahrten

Weitere Artikel:

Der Große Preis der Türkei steht bereits ab der Saison 2027 wieder im Kalender - Möglich macht das Comeback eine bevorstehende Rotation von Spa und Barcelona

Rallycross, Melk: Vorschau

Rallycross-Saisonstart in Melk

Mit den Rennen auf dem Wachauring startet eine mit Spannung erwartete Rallycross-Saison. 100 Rennautos haben ihre Nennung für das Rennen in Melk abgegeben – insgesamt werden Pilotinnen und Piloten aus sechs Nationen an der Startlinie stehen.

Toto Wolff gingen die Streitigkeiten zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg 2016 zu weit, sodass er beide Fahrer kurzzeitig freistellte und eine Warnung aussprach

Max Verstappen auf der Nordschleife

Zwischen Siegchance und Tragödie

Max Verstappen erlebt extremes Wochenende auf der Nürburgring-Nordschleife: Erst eine Tragödie, dann eine tolle Show und letztlich ein bitteres Ende

Ohne jeden Test hat Michael Kogler ein 350 PS starkes Ford Fiesta WRC beim weltberühmten Rechbergrennen pilotiert - in Gedenken an seinen Vater Gottfried, der vor exakt 30 Jahren das Gleiche tat. Das Projekt „Ciao Papa“ war eine Herzensangelegenheit…