MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Technologie-Beschleuniger für die Serienentwicklung

BMW Sauber F1 arbeitet mit Hochdruck an der Entwicklung von KERS - damit sollen auch für die Serie nutzbare Erkenntnisse gezogen werden.

Die Ampel steht auf „grün“, das Startsignal für Hybrid-Technologie in der Formel 1 ist erfolgt: Mit einem veränderten Antriebskonzept wird die Königsklasse des Motorsports ab 2009 in eine neue Dimension vorstoßen und wichtige Impulse für die Entwicklung von Serienfahrzeugen geben. In der Formel 1 kann mit Beginn der Saison 2009 erstmals Hybrid-Technologie zur Steigerung der Leistung und der Effizienz eingesetzt werden. Das BMW Sauber F1 Team arbeitet mit Hochdruck an der Entwicklung von KERS (Kinetic Energy Recovery System), einem System zur Bremsenergie- Rückgewinnung. BMW Sauber F1 Team fördert die Hybrid-Kompetenz der BMW Group.

Dr. Klaus Draeger, Entwicklungsvorstand der BMW AG: „Die BMW Group kann die im BMW Sauber F1 Team gewonnenen Erkenntnisse direkt in die Entwicklung von Serienfahrzeugen transferieren. Die Formel 1 ist damit die ideale Vorentwicklungsplattform für innovative Antriebstechnologien. Das neue Formel-1- Reglement gibt uns die Möglichkeit, innovative Hybrid-Technologie unter extremen Bedingungen einzusetzen und dabei zusätzlich für die Serienentwicklung wichtige Erkenntnisse zu gewinnen. Davon werden die BMW Kunden profitieren. Denn die für den BMW Sauber F1.09 konzipierte KERS-Einheit umfasst eine hoch wirksame Variante der Bremsenergie-Rückgewinnung, die in ihrem Funktionsprinzip der für BMW Serienfahrzeuge entwickelten ActiveHybrid Technologie ähnelt.“

BMW Sauber F1 Team entwickelt elektrisches KERS-System

Hinter dem Begriff KERS verbirgt sich ein System zur Rückgewinnung und Speicherung von Bremsenergie, die dann beim Beschleunigen zusätzlich zur Motorleistung des V8 Motors zur Verfügung steht. Das BMW Sauber F1 Team hat sich für eine elektrische Lösung entschieden. Der BMW Sauber F1.09 wird mit einem Hybridsystem ausgestattet, das aus einer Kombination aus Elektromotor und Generator, der entsprechenden Leistungselektronik und einem Energiespeichermodul besteht.

Während der Bremsphasen des BMW Sauber F1.09 wird so viel Energie gespeichert, dass beim Beschleunigen während ungefähr 6,5 Sekunden eine zusätzliche Leistung von 60kW zur Verfügung steht. Das Gesamtsystem wird unter 40 Kilogramm wiegen. Damit liegt die Leistungsdichte der Formel-1-KERS- Technologie deutlich über der von heute bereits in Serienfahrzeugen eingesetzten Technik. Das neu gewonnene Know-how fließt umgehend in die Entwicklung künftiger Serienfahrzeuge ein.

„KERS ist für uns ein sehr spannendes Projekt und eine große Chance. Wir stehen an der Schwelle von einem konventionellen Paket aus Motor und einem unabhängigen Getriebe zu einem integrierten Antrieb“, erklärt BMW Motorsport Direktor Mario Theissen: „Die Leistungsdichte der KERS-Komponenten wird weit BMW Sauber F1Team über die heutiger Hybridfahrzeuge hinausgehen. Mit KERS wird die Formel 1 eine Pionierrolle für künftige Serientechnologien übernehmen. Innovative Konzepte, deren Lebensdauer und Ausfallsicherheit einem Serieneinsatz noch nicht genügen, erleben in der Formel 1 ihre Feuertaufe und werden unter Hochdruck weiterentwickelt. Wir haben bei BMW das Formel-1-Projekt immer schon als Technologielabor für die Serie genutzt. Mit KERS gewinnt dieser Ansatz eine völlig neue Dimension. Die Formel 1 wird sich neu positionieren. Das Image wird sich wandeln. In der öffentlichen Akzeptanz wird die Formel 1 deutlich gewinnen.“

Die BMW Group setzt bereits heute im Rahmen von BMW EfficientDynamics die Bremsenergie-Rückgewinnung in einer Vielzahl von Serienmodellen ein und bereitet darüber hinaus die Einführung der BMW ActiveHybrid Technologie in Fahrzeugen mehrerer Baureihen vor.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Überarbeitetes Markenlogo

Honda präsentiert neue Power-Unit RA626H

Honda hat am Dienstag bei einer Präsentation in Tokio die neue Power-Unit für die Formel-1-Saison 2026 vorgestellt: Welchen Namen die Antriebseinheit tragen wird

MotoGP 2026: Pramac

Pramac zeigt seine Farben

Pramac zeigt als erstes MotoGP-Team der Saison 2026 seine Lackierung der Yamaha M1 - Alle Augen auf Neuzugang und Superbike-Star Toprak Razgatlioglu

Wer ist der beste Fahrer 2025?

So haben die Formel-1-Teamchefs abgestimmt

Die Formel-1-Teamchefs haben Max Verstappen zum fünften Mal in Folge zum Fahrer der Saison 2025 gewählt - Lewis Hamilton verpasst den Sprung in das Top-10-Ranking

Haas hat sein Design für die Formel-1-Saison 2026 vorgestellt - Mit dem neuen Titelpartner Toyota Gazoo Racing hat sich auch der Look des Autos leicht verändert

In Erinnerung an Dietrich Mateschitz

DM01 ist erster Red-Bull-Motor mit Ford

"Sein Traum": Red Bull benennt die erste eigene F1-Antriebseinheit in Kooperation mit Ford zu Ehren von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz