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Mosley im Amt bestätigt!

Die FIA-Generalversammlung hat entschieden: Max Mosley bleibt trotz des Sexskandals bis Oktober 2009 im Amt.

Der umstrittene Max Mosley bleibt als Präsident des Automobilweltverbandes FIA im Amt. Zu dieser Entscheidung kam die FIA-Generalversammlung am Dienstag in Paris, nachdem der 68jährige Mosley wegen einer Sexaffäre die Vertrauensfrage gestellt hatte. Auf den Briten entfielen 103 von insgesamt 169 Stimmen.

Bei der mit großer Spannung erwarteten außerordentlichen Vollversammlung trafen die Delegierten der geladenen 140 FIA-Mitgliedsverbände – nicht alle 222 dem Weltverband angehörenden Automobilklubs waren anwesend – zusammen. Da manche Delegierte zwei Stimmen hatten, ergab sich folgendes Endergebnis: 103 Stimmen fielen für, 55 gegen Mosley aus.

Sieben Delegierte enthielten sich, vier Stimmzettel waren ungültig. Gewählt wurde geheim: Die Delegierten wurden nach einigen Reden der Reihe nach auf die Bühne gebeten und gaben einen versiegelten Umschlag mit ihrer Stimme ab.

Ausgezählt wurde dann von der Rechtsabteilung der FIA im Beisein von vier Wahlbeobachtern. Diese hatte die Generalversammlung zuvor nach einem Vorschlag ihres Vorsitzenden Michael Boeri vom monegassischen Automobilklub, der gleichzeitig Präsident des FIA-Senats ist, ausgewählt. Übergeordneter Supervisor war ein vom französischen Staat gestellter Zeuge.

Mosley war nach einem in einer britischen Boulevardzeitung veröffentlichten Sexvideo in die Kritik geraten und von vielen Mitgliedsverbänden zum Rücktritt aufgefordert worden. Der Brite, seit 1993 als FIA-Präsident oberster Regelhüter im Motorsport, bleibt somit bis Oktober 2009 im Amt. Mosley hatte für den Fall seines Triumphes vor dem FIA-Tribunal angekündigt, danach nicht noch einmal kandidieren zu wollen.

Als erste Reaktion auf Mosleys Bestätigung im Amt lässt der deutsche ADAC ab sofort alle Ämter und die Mitarbeit in der FIA ruhen und zieht sich aus allen weltweit tätigen FIA-Arbeitsgruppen zurück. Dieser Boykott werde beibehalten, solange Mosley im Amt ist, hieß es in einem Statement.

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