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24 nationale Automobilklubs verlangen den Rücktritt

Es wird enger für Max Mosley. 24 Automobilklubs fordern in einem Brief seinen sofortigen Rücktritt als FIA-Präsident, darunter auch der ÖAMTC.

Max Mosley hat Anfang Mai einen Kompromiss abgelehnt, der vorgesehen hätte, dass er noch bis November 2008 mit Unterstützung des World Councils für Motorisierung und Tourismus (WMTC) im Amt geblieben, dann aber zurückgetreten wäre. Der umstrittene FIA-Präsident ist dieser offiziell von seinem Stellvertreter Franco Lucchesi vorgebrachten Bitte aber nicht nachgekommen.

Anschließend an die Briefe der vergangenen Tage liegt nun ein weiteres Schreiben von insgesamt 24 FIA-Mitgliedsklubs vor, die Mosleys Rücktritt fordern. Unterschrieben haben unter anderem die AAA (USA), der ÖAMTC (Österreich), der ADAC (Deutschland), die FFSA (Frankreich) und der TCS (Schweiz). Die 24 Klubs repräsentieren 86 Prozent aller FIA-Mitglieder oder 100 Millionen Autofahrer.

86 Prozent aller FIA-Mitglieder bezieht sich freilich auf der Anzahl der Autofahrer, die durch die 24 Klubs repräsentiert werden, und nicht auf die Stimmberechtigten bei der Vertrauensabstimmung am 3. Juni in Paris. Dort werden alle 222 FIA-Mitgliedsklubs über die Zukunft von Mosley entscheiden. Das heute publik gewordene Schreiben zeigt jedoch deutlich auf, dass es innerhalb der FIA eine starke Bewegung gibt, die den Rücktritt von Mosley wünscht.

Darin heißt es: "Wir bedauern zutiefst, dass Sie den Vorschlag der Mitglieder des WMTC abgelehnt haben, bei der Generalversammlung im November zurückzutreten. Dies wäre eine konstruktive Art und Weise, einen ordnungsgemäßen Übergang zu schaffen und die gegenwärtige Krise zu bereinigen. Stattdessen legt Ihre Absicht, die Amtszeit bis Ende 2009 zu erfüllen (...), den Verdacht nahe, dass persönliche Interessen vor jene der FIA und ihrer Mitgliedsklubs gestellt werden."

Die Unterschreibenden halten außerdem fest, dass sie Mosleys in dessen erstem Brief festgehaltenen Bedenken wegen eines Machtkampfes um die Kontrolle der Formel 1 nicht nachvollziehen können, weil Bernie Ecclestone in einem weiteren Brief ausdrücklich festgehalten hat, dass er und die Investmentgesellschaft CVC ausschließlich an der kommerziellen Seite der Königsklasse des Motorsports interessiert sind.

Abschließend steht geschrieben: "Wir glauben, dass der einzig richtige Schritt für die FIA und für Sie selbst wäre, einen ordnungsgemäßen Übergang einzuleiten und sofort zurückzutreten. Die FIA befindet sich in einer kritischen Situation. Ihr Image, ihre Reputation und ihre Glaubwürdigkeit werden gerade ernsthaft zerfressen. Jeder weitere Tag in dieser Situation vergrößert den Schaden. Es gibt keinen Weg zurück."

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