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„Es wird passieren!“

Bernie Ecclestone ließ die Bombe platzen: Er möchte schon ab 2009 Medaillen anstatt von WM-Punkten vergeben und damit für mehr Überholmanöver sorgen.

Comeback der Slicks, aerodynamische Abrüstung, verstellbare Frontflügel: Was wurde nicht alles unternommen, um in der Formel 1 wieder mehr Überholmanöver zuzulassen? Doch Serienpromoter Bernie Ecclestone vertritt immer noch die Ansicht, dass mangelnde Überholmanöver nicht primär ein technisches, sondern ein Fahrerproblem sind.

Daher hat Ecclestone schon vor Wochen sein Konzept für eine spannendere Formel 1 präsentiert: ein Medaillensystem mit Gold, Silber und Bronze für die ersten Drei eines jeden Rennens, wobei am Ende der Fahrer mit den meisten Goldmedaillen Weltmeister wird - analog zum Medaillenspiegel bei den Olympischen Spielen. Auf diese Weise soll die Bedeutung von Siegen erhöht werden, um Fahrer zu ermutigen, im Zweifelsfall mehr zu riskieren und nicht auf Nummer sicher zu gehen.

"Es wird passieren", kündigte Ecclestone heute in London an - die Teams hätten dem Plan bereits zugestimmt. Und wann genau, Bernie? "Nächstes Jahr", ließ er die große Bombe platzen. "Ich hoffe, dass es beim nächsten Treffen des FIA-Weltrats abgesegnet wird." Sollte es tatsächlich so weit kommen, dann wäre das eine echte Revolution der Formel 1, die schon seit jeher nach einem Punktesystem funktioniert.

Bis 1990 gab es 9-6-4-3-2-1 Punkte für die Top 6 und Streichresultate. Ab 1990 wurden alle Ergebnisse einer Rennsaison für den Gesamtstand gewertet, ab 2003 gab es Punkte für die ersten Acht (10-8-6-5-4-3-2-1). Das heißt, dass das Punktesystem seit Anbeginn der Formel-1-Weltmeisterschaft im Jahr 1950 nur im Detail verändert wurde. Jetzt steht erstmals eine große Revolution bevor.

"Dass nicht mehr überholt wird, hat nichts mit der Strecke zu tun, sondern mit den Fahrern, die nicht mehr überholen müssen", argumentierte Ecclestone. "Wenn du Erster bist und ich Zweiter, dann werde ich nicht einen Ausfall für die zwei Punkte mehr riskieren. Wenn ich aber mit viel Risiko eine Goldmedaille gewinnen kann und wenn die meisten Goldmedaillen den WM-Titel gewinnen, dann werde ich es probieren."

"Ich kann mich in diesem Jahr an einige Gelegenheiten erinnern, als Hamilton Massa aus diesem Grund nicht überholt hat. Wenn er für mich gefahren wäre, er es riskiert und er eine Fehler gemacht hätte, dann hätte ich mich beschwert. Aber es kann auch nicht sein, dass jemand Weltmeister wird, ohne ein Rennen zu gewinnen", so der Brite, der ganz genau weiß, dass unter neuem System Felipe Massa und nicht Lewis Hamilton Weltmeister geworden wäre.

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