MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Streicht China den GP aus dem Programm?

In Shanghai evaluiert man derzeit, ob man sich die Formel 1 noch leisten kann; 2010 vielleicht schon der letzte Grand Prix von China?

Nach dem Verlust der beiden Nordamerika-Rennen in den USA und in Kanada blüht der Formel 1 möglicherweise die nächste Hiobsbotschaft: Wie aus Shanghai durchgesickert ist, könnte der Grand Prix von China im Anschluss an den 2010 auslaufenden Vertrag gestrichen werden. Diese Überlegungen kommen jedoch nicht von Bernie Ecclestone, sondern von den chinesischen Veranstaltern selbst.

"Wir stellen Untersuchungen an", wird Qiu Weichang, stellvertretender Leiter des Sekretariats für Sport in Shanghai, von verschiedenen Agenturen zitiert. "Nächstes Jahr sollten wir eine Antwort liefern können. Wir wollen eine Win/Win-Situation für uns, für Bernie und für die Formel-1-Organisatoren." Sollte es gelingen, diese Win/Win-Situation herzustellen, dann werde man über eine Verlängerung des Vertrags nachdenken.

Voraussetzung dafür ist eine zumindest ausgeglichene finanzielle Bilanz, die in den vergangenen Jahren nicht zustande kam. Shanghai bezahlt nämlich so viel wie kein anderer Austragungsort für das Recht, einen Grand Prix auszutragen, während die Zuschauerzahlen seit der Premiere im Jahr 2004 sukzessiv zurückgegangen sind. Für die Automobilhersteller ist der chinesische Markt trotzdem weltweit der mit dem größten Potenzial.

Um die TV-Einschaltziffern zu verbessern, wurde zuletzt auch ein Nachtrennen angedacht. Die Begeisterung der Chinesen hält sich aber in Grenzen: "Singapur trägt seine Veranstaltung auf diese spezielle Weise aus, aber ich denke wir müssen unseren eigenen Weg gehen", so Weichang. Denn selbst wenn man in Zukunft ohne Formel 1 auskommen muss, habe man eine garantierte Streckenauslastung von etwa 200 Tagen im Jahr.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

"Vorfreude umso größer"

Habsburg fährt auch 2026 für Alpine

Während Mick Schumacher die WEC und Alpine in Richtung IndyCar verlassen hat, bleibt Ferdinand Habsburg für drittes Jahr im französischen Werksteam an Bord

Finale Lackierung vorgestellt

So startet Audi in die neue F1-Ära

Audi hat in Berlin die Lackierung für sein erstes eigenes Formel-1-Auto vorgestellt, die dem präsentierten Designkonzept ähnelt - 2026 regelmäßig Punkte?

Energie-Management in der F1?

Albon: Formel 1 2026 wie die Formel E

Die Formel 1 startet 2026 in eine neue Ära: Fahrer müssen die Fahrweise anpassen und ihre Energie managen - Alexander Albon sieht sogar Parallelen zur Formel E

In Erinnerung an Dietrich Mateschitz

DM01 ist erster Red-Bull-Motor mit Ford

"Sein Traum": Red Bull benennt die erste eigene F1-Antriebseinheit in Kooperation mit Ford zu Ehren von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz