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Krise, welche Krise?

Allen schaurigen Prognosen zum Trotz: die edlen Sportwagen-Marken entdecken den Motorsport jetzt wieder für sich und ihre Kunden.

Johannes.Gauglica@motorline.cc; Motorsport-Guide

Ein Geschäftsmodell, wie es Porsche und Ferrari seit Jahren vorexerzieren, beweist besonders große Anziehungskraft: der Markenpokal, bei dem alles aus einer Hand kommt und teilweise auch die Autos zentral vorbereitet werden.

Auch das Ambiente kann auf diese Weise vom Hersteller "kontrolliert" werden, damit sich nur die richtigen Leute in den Paddock verirren.

In jüngerer Zeit hat beispielsweise Mercedes-Benz mit seiner SLR. CLUB. Trophy (Anm.: Die. Punkte. Gehören. So.) für Superreiche am oberen Ende der finanziellen Skala ein Schäuferl nachgelegt, benutzt wird der von RML entwickelte SLR 722 GT. Aston Martin wiederum fährt eine Marken-Serie mit dem Vantage N24 in Asien.

In die Gruppe der Mitbewerber, die sich laufend hinzugesellen, reihen sich zwei neue Projekte ein. Die Autos kommen von Lamborghini bzw. GM.

Lamborghini in Europa

Lamborghini ersinnt für 2009 die Super Trofeo. Gefahren wird mit einer Leichtbauversion des Gallardo namens LP 560-4

Die Serie startet am startet am 3. Mai in Silverstone. Die weiteren Rennen werden in Adria (Italien, 17. Mai), Norisring (D, 5. Juli), Spa (B, 2. August) und auf dem spanischen Circuit de Catalunya (29. September) statt. Das Finale wird erst am 4. Oktober in Monza erfolgen.

Die zweimal 40 Minuten langen Rennen sind als Rahmenrennen bei der DTM, der FIA GT und der FIA WTCC eingebunden. Jedes Rennwochenende erstreckt sich über drei Tage, pro Fahrzeug sind ein bis zwei Piloten zugelassen.

Lamborghini baut für die neue Rennserie 30 Fahrzeuge auf, sie stehen professionellen Fahrern, privaten „Gentlemen’s Drivers“ und Teams von Händlerbetrieben zur Verfügung. Bei jedem Rennen wird ein Werkswagen das Starterfeld komplettieren, er ist für prominente Gastfahrer reserviert.

Als Antrieb dient der neue 5,2-Liter-V10 mit der Direkteinspritzung "Iniezione Diretta Stratificata" (auf Audi-Deutsch FSI), er leistet 419 kW (570 PS).

Ein sequentielles 6-Gang-Getriebe, serienmässig permanenter Allradantrieb und eine Visco-Kupplung sorgen für den nötigen Vortrieb. Traditionell rüstet der italienische Reifenhersteller Pirelli alle Fahrzeuge mit Einheits-Pneus aus. Das Leergewicht beträgt 1.300kg.

Lamborghini bietet die Trofeo-Version des Gallardo zum Preis von 200.000 Euro (zzgl. MwSt.) an. Der Vertrieb erfolgt über das Händlernetz, die Unterstützung an den Rennwochenenden erfolgt vom Werk direkt.

Dies ist nicht das erste solche Projekt der Marke mit dem Stier, schon in den 1990ern gab es einen Cup für den Diablo.

Corvette in der Eifel

Die deutsche Langstreckenmeisterschaft (ehemals VLN) auf der Nordschleife des Nürburgringes bekommt eine weitere Sub-Wertung. Ein Sondermodell der Corvette C6 namens Competition R ist die Basis für den Corvette Competition Cup.

Das Fahrzeug verfügt über einen 6.2l großen LS3-V8-Motor. Die Leistung der Rennversion wurde gegenüber dem Serienmodell nochmals erhöht und präsentiert sich mit 500 PS/368 kW konkurrenzfähig.

Ein sequenzielles Rennsportgetriebe mit Zugkraftunterbrechung erlaubt das Schalten bei Vollgas ohne Kupplung, mit einem maximalen Drehmoment von 600 Nm haben Getriebe und Kupplung auf dem Auf & Ab der Nordschleife genügend zu tun. Aerodynamisch wird die Corvette mit einem feststehendem Frontsplitter und einstellbarem Heckflügel in der Spur gehalten.

Gar nicht elitär: Interessierten Fahrern oder Teams wird ein Finanzierungsangebot zur Fahrzeuganschaffung in Aussicht gestellt. Zentral in unmittelbarer Nähe des Nürburgrings sollen die Autos garagiert und gewartet werden.

Servicekräfte für den Einsatz bei den Rennen werden optional angeboten. Es gibt verschiedene Betreuungspakete. Eingeschriebene Teilnehmer erhalten einen spezifischen Ersatzteilkatalog zum Erwerb subventionierter Ersatzteile.

Die Wertung erfolgt in zwei Punktesystemen. Wertung A in der Competition Cup-Klasse, Wertung B in der Klasse SP8 der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft. Je Fahrzeug sind maximal drei Piloten zugelassen. Wertungsgrundlage ist das Punktesystem der VLN.

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