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Sportwagen-News

Kolles-Team auch 2010 mit Audi

Das Team von Colin Kolles bleibt beim Audi R10 TDI und bekommt einige technische Zugeständnisse - Le Mans & LMS sowie Intercontinental Cup.

Colin Kolles weitet das Sportwagen-Programm seines Teams aus. Nachdem die Audi-Kundenmannschaft 2009 bereits beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans und der dazugehörigen Le-Mans-Serie an den Start gegangen ist, kommt im kommenden Jahr der neugeschaffene Le Mans Intercontinental Cup (LMIC) hinzu.

Der LMIC besteht aus den wichtigsten Rennen der Le-Mans-Serien in Europa, Amerika und Asien. Der Wettbewerb ist ausschließlich Fahrzeugen den LMP1-Kategorie vorbehalten und soll so an die Tradition der legendären Sportwagen-Weltmeisterschaft anknüpfen. Die Team- und Herstellerwertung des neuen Pokals richtet sich nach den Gesamtergebnissen, die bei den ausgewählten Veranstaltungen erzielt wurden.

Das Kolles-Team war in seiner Debüt-Saison bei den Sportwagen nach zähem Beginn letztlich durchaus erfolgreich. In Le Mans kam man mit beiden Fahrzeugen in die Top 10 (Platz 7 und 9), beim Rennen der Asiatischen LMS in Okayama fuhren Oliver Jarvis und Christian Bakkerud zu Saisonabschluss prompt aufs Siegerpodest.

Die Fahrerbesetzungen bei Kolles stehen noch nicht fest, jedenfalls darf kein ehemaliger Audi-Werkspilot im R10 Platz nehmen, weil dann nämlich die Ausnahmeregelung verfällt.

Ausnahmeerscheinung: Kolles-Audi

Der R10 tat sich gegen die schnellsten Benzin-Autos rechtschaffen schwer, deshalb hat der ACO für 2010 eine Ausnahmeregelungen getroffen; die neuen, schärferen Handicaps für Diesel-Prototypen werden auf den Gebraucht-Audi nicht angewandt.

Damit sind die Ausgangsbedingungen besser als beim Debüt des Teams im Vorjahr. Für 2009 hat das Kolles-Team die beiden Diesel-Boliden vom Werk übernommen, wo sie vom R15 TDI abgelöst worden sind. Der R10 hat sich im Vergleich zum Vorgänger R8 (nicht zu verwechseln mit dem jetzigen Straßensportwagen) als nicht ganz so großer Wurf herausgestellt, und 2009 machten sich die reglementbedingten Umbauten an der Aerodynamik zusätzlich bemerkbar.

Außerdem gab das Team in den ersten Rennen der Saison kein gutes Bild ab; das besserte sich allerdings im Laufe des Jahres deutlich. In Le Mans sorgte ein kurioser Unfall von Narain Karthikeyan für unfreiwillige Komik: Der Inder verletzte sich unmittelbar vor dem Start des 24-Stunden-Rennens bei einem verunglückten Satz über die Boxenmauer so schwer, dass er am Rennen nicht teilnehmen konnte.

Ein Ersatzfahrer wurde mangels Qualifikationsrunden nicht zugelassen. Umso beachtlicher war die Leistung der beiden verbliebenen Fahrer Charles Zwolsman und Andre Lotterer, die als Duo ihr Auto ins Ziel brachten.

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