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WRC Rallye Schweden 2026 Elfyn Evans hat zum dritten Mal die Rallye Schweden gewonnen
Peo MOLLER / various sources / AFP via Getty Images

Elfyn Evans feiert souverän ersten Saisonsieg

Toyota auf den ersten vier Plätzen: Elfyn Evans gewinnt in Schweden vor Takamoto Katsuta, Sami Pajari und Oliver Solberg - Evans damit neuer WM-Führender

Nach Monte Carlo hat Toyota auch die zweite Rallye der WRC-Saison 2026 dominiert. In Schweden belegte die japanische Marke die ersten vier Plätze. Im Duell um den Sieg setzte sich Elfyn Evans souverän gegen Takamoto Katsuta durch.

Evans startete mit 13,3 Sekunden Vorsprung auf Katsuta in die dritte Etappe. Zunächst wurde zweimal die Prüfung "Västervik" gefahren. Evans stellte in WP16 Bestzeit auf und nahm seinem Verfolger 1,4 Sekunden ab.

"In zwei Kurven", berichtet Katsuta, "war mein Aufschrieb zu optimistisch und ich musste mich an die Schneebank anlehnen." Evans sprach von "besserem Grip" als am Vortag und sagte, er hätte noch etwas schneller sein können.

Aber bei der erneuten Durchfahrt markierte Katsuta die Bestzeit und war um 0,7 Sekunden schneller als Evans. Somit waren die Positionen vor der abschließenden Powerstage bezogen. Evans hatte einen Vorsprung von 14,0 Sekunden.

Den Sieg in der Powerstage verpasste der Waliser um eine Zehntelsekunde, aber er sammelte die maximalen Bonuspunkte am Sonntag. Die Rallye gewann Evans mit einem Vorsprung von 14,3 Sekunden vor Katsuta. Nach 2020 und 2025 war es sein dritter Schweden-Sieg.

"Ich bin jetzt natürlich erleichtert", kommentiert Evans im Ziel. "Ich war mir vorher nicht sicher, wie die Powerstage aussehen würde. Es war schwierig mit dem Reifenmanagement und dem vielen Schotter."

"Riesiges Dankeschön ans Team, sie haben wieder einen unglaublichen Job gemacht. Ein Toyota-1-2-3-4 fühlt sich einfach großartig an. In Schweden ist die Atmosphäre immer fantastisch, und diese Rallye ist aus vielen Gründen etwas ganz Besonderes."

Katsuta nahm seine Niederlage mit Fassung: "Na ja, wirklich zufrieden bin ich natürlich nicht. Es hätte deutlich besser laufen können, besonders gestern. Elfyn hat das ganze Wochenende über einen fantastischen Job gemacht. Ich bin nicht wirklich happy."

"Solche Dinge dürfen auf diesem Niveau einfach nicht passieren. Das mit den Reifen war pures Glück, hatte nichts mit dem Fahren zu tun. Hankook arbeitet hart daran, das zu verbessern. Ich selbst muss weiter an mir arbeiten und noch mehr pushen."

Sami Pajari belegte den dritten Platz. Seit der dritten Wertungsprüfung hatte der Finne diese Position inne. Nach Japan im vergangenen Herbst war es für den 24-Jährigen sein zweiter Podestplatz in der Topklasse. "Ich kann wirklich zufrieden sein", sagt Pajari.

"Ein großes Dankeschön an das Team und für die enorme Unterstützung, die ich nach Monte bekommen habe. An diesem Wochenende waren wir wieder auf Tempo und es ist schön, wieder auf dem Podium zu stehen. Jetzt müssen wir weiter pushen, um noch besser zu werden."

Monte-Carlo-Sieger Oliver Solberg wurde Vierter. Somit belegte Toyota die ersten vier Plätze. Solberg verlor die entscheidende Zeit am Freitag, als er die Prüfungen eröffnen musste. Für den 24-Jährigen war es eine neue Erfahrung, die er etwas unterschätzt hatte.

"Ich denke, ich habe vieles schon besser eingeschätzt, aber ich habe unterschätzt, wie schwierig es am Freitag werden würde", sagt Solberg. "Das gehört zum Lernprozess. Es war mein erstes Mal mit dem Auto auf Schnee und das erste Mal, dass ich die Strecke eröffnen musste."

"Das Ergebnis ist zwar etwas enttäuschend, aber nach dem Freitag habe ich mir ehrlich gesagt auch nichts anderes als Platz vier verdient. Trotzdem sollten wir in der Meisterschaft noch gut dastehen. Ich hatte Spaß im Auto, auch wenn es wirklich hart war."

Hyundai-Fahrer sprechen deutliche Worte

Bester Hyundai war Adrien Fourmaux als Fünfter. In WP17 überholte er seinen Markenkollegen Esapekka Lappi. Änderungen bei der Abstimmung der Dämpfer und Federn brachten leichte Fortschritte beim Fahrverhalten und beim Speed.

Trotzdem hatte Fourmaux im Ziel 1:50,3 Minuten Rückstand auf Evans. "Wir sind nicht da, wo wir eigentlich sein wollten", hält der Franzose fest, "aber wir werden trotzdem weiter pushen und beim nächsten Event wieder angreifen."

Lappi beendete seine erste Rallye seit Chile 2024 als Sechster: "Es war großartig, wieder auf diesem Niveau zu fahren. Das ganze Wochenende über fast das schnellste Auto im Team zu sein, hat mir wirklich gefallen. Gleichzeitig gefällt es mir nicht, dass wir so weit hinter der Spitze sind."

Ex-Weltmeister Thierry Neuville wurde Siebter. Samstagabend hatte der dritte Hyundai-Fahrer eine Strafminute erhalten, weil in der Superspecial der Kinnriemen seines Helms nicht richtig geschlossen war. Dafür gewann Neuville die Powerstage eine Zehntelsekunde vor Evans.

Wie lautet Neuvilles Fazit nach Schweden? "Keine Ahnung. Ich meine, die Frustration ist natürlich riesig. Aber ja, solange noch Hoffnung da ist, sind wir noch im Rennen. Wir müssen all unseren Mut zusammennehmen und wieder stark werden. Ehrlich gesagt - ich weiß es wirklich nicht."

M-Sport Ford hatte am Freitag aufgrund falscher Reifendrücke zahlreiche Reifenschäden. Jon Armstrong und Josh McErlean kamen auf den Plätzen acht und neun ins Ziel. Roope Korhonen (Toyota) gewann die WRC2-Wertung und belegte in der Gesamtwertung Rang zehn.

Evans sammelte in Schweden insgesamt 34 WM-Punkte. Damit übernahm er auch die Führung in der WM-Wertung. Sein Vorsprung auf Solberg, der nun Zweiter ist, beträgt 13 Punkte. Toyota führt natürlich auch die Markenwertung an.

Nach den kalten Rallyes in Monte Carlo und Schweden bricht die Rallye-WM in wärmere Gefilde auf. Vom 12. bis 15. März steht die Safari-Rallye in Kenia auf dem Programm. Es ist die erste Schotter-Rallye des Jahres.

Motorsport-Total.com

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