K4 feiert WRC Masters-Sieg | 27.01.2026
Keferböck: „Die schwierigste Rallye meines Lebens“
Die 94. Rallye Monte Carlo wird in die Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft eingehen - das K4-Duo Johannes Keferböck und Ilka Minor konnte das große Abenteuer nicht nur bestehen, sondern auch einen überlegenen Sieg im WRC Masters Cup einfahren.
„Das war die schwierigste Rallye meines Lebens“, blickt K4 Rally Team-Pilot Johannes Keferböck zurück auf eine spektakuläre Rallye Monte Carlo. Die 94. Ausgabe dieses Klassikers war selbst für Sieger Oliver Solberg „the most difficult rally I’ve done in my life“. Von Trockenheit, Regen, Matsch über Neuschnee bis tief verschneit mit heimtückischen Glatteis-Passagen - die ständig wechselnden Strecken- und Wetterverhältnisse sorgten von Beginn an für erschwerte Bedingungen und zahlreiche Ausritte…
„Durchkämpfen bis ins Ziel“
Für die erfahrene Copilotin Ilka Minor war es bereits die elfte Rallye Monte Carlo: „Diese Monte war so wie es früher öfter der Fall war - doch ich denke, dass es wohl die Schwierigste von allen war. Zum Beispiel die Sonderprüfung am Freitagabend: Es hat zu schneien begonnen - und zwar dermaßen dicht, dass wir die Spuren der vor uns gestarteten Teams nicht mehr sehen konnten. Und weil wir uns mit den Lichtbatterien selbst geblendet hätten, konnten wir nur mit dem Abblendlicht fahren.“
Johannes lacht: „Die Sicht war aufgrund des Schneesturms unfassbar schlecht. Ich habe mich ständig bei Ilka für mein Fahren entschuldigt - doch im Ziel haben wir dann gesehen, dass alle damit zu kämpfen hatten.“ Ilka nickt: „Bei dieser Monte ging es oft nur noch darum, sich bis ins Ziel durch zu kämpfen.“
„Diesmal musste man wirklich froh sein, wenn man es überhaupt ins Ziel geschafft hat“, sagt Johannes Keferböck. „Wir sind nicht ausgefallen und wir haben auch nichts kaputt gemacht. Wir waren immer auf der sicheren Seite unterwegs und haben stets gewusst, wann wir attackieren können und wann nicht.“
Wittmann & Winter als perfekte Eisspione
Eine „Mitschuld“ an dieser Sicherheit trugen ganz sicher die prominenten Eisspione Franz Wittmann und Gerry Winter: „Wittmann und Winter sind die Besten, die du für diese Aufgabe finden kannst. Beide haben einen mega Job abgeliefert - ihre Ice-Einträge in den Aufschrieb haben komplett gestimmt, es hat auf den Prüfungen keinerlei Überraschungen gegeben.“
Auch die Infos von Ex-WRC3-Weltmeister Stephan Lefebvre waren für das K4 Rally Team wesentlich: „Stephane hat ja in erster Linie den Rekord-Weltmeister Sebastien Ogier mit Informationen versorgt. Diese Infos kamen auch uns zugute und sie haben uns wieder einmal gezeigt, auf welch hohem Niveau hier eigentlich gearbeitet wird.“ Das französische Team Gazoo Racing France hat den schwarz-grünen K4 Toyota GR Yaris Rally2 professionell und kompetent zum Einsatz gebracht.
Überlegener Sieg im WRC Masters Cup
So konnten Johannes Keferböck und Ilka Minor das klar definierte Ziel von Beginn an im Fokus behalten und schlussendlich mit satten 21 Minuten Vorsprung einen überlegenen Sieg im WRC Masters Cup feiern.
Stichwort „feiern“: Für Ilka war es ein emotionaler Moment, als sie Oliver Solberg, dem nunmehr jüngsten „Monte“-Sieger der Geschichte gratulierte: „Ich hab ihn ganz fest gedrückt - von meinen Einsätzen mit Henning kenne ich die Familie Solberg gut. Oliver kenne ich ja schon von klein auf und ich habe mich wirklich sehr für ihn gefreut. Er ist jetzt ganz einfach stabil geworden und ich denke, dass er noch viele weitere Erfolge erzielen wird.“
Johannes Keferböck und Ilka Minor führen in der Rallye-Weltmeisterschaft im WRC Masters Cup mit 25 Punkten vor dem irischen Ford-Duo Eamonn Boland und „MJ“ mit 17 Zählern.


















