MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Viel Geld verpulvert - für nichts…

Die Vereinigung der Formel 1-Teams FOTA hat beschlossen, das KER-System per Saisonende abzuschaffen. Aus Kostengründen…

Die Einführung von Systemen zur Rückgewinnung von Energie in der Königsklasse des Motorsports entwickelt sich zu einem Flop. Nachdem einige Teams erst gar nicht auf den Zug aufgesprungen sind, andere Rennställe - wie Vorreiter BMW Sauber F1 - KERS mittlerweile nicht mehr einsetzen, soll die erst dieses Jahr eingeführte Technologie kommendes Jahr nicht mehr zum Einsatz kommen.

Nach Informationen der BBC hat sich die Vereinigung der Formel-1-Teams 'Formula One Teams' Association' (FOTA) darauf verständigt, KERS nicht mehr zu verwenden. Hintergrund ist der Druck des Automobilweltverbandes FIA, die Kosten im Sport zu reduzieren. Derzeit bauen lediglich noch Ferrari und das McLaren-Mercedes-Team auf das System.

BMW und Renault fuhren zu Saisonbeginn mit KERS, nach ausbleibenden Erfolgen baute man KERS jedoch wieder aus. "Wir haben für den Erhalt von KERS gestimmt, aber wie bei allen FOTA-Entscheidungen zuvor werden wir mit der Mehrheit mitgehen", so BMW Motorsport Direktor Mario Theissen.

"Wir wollen Kosten sparen, um den Teams zu helfen, die neu einsteigen möchten", so Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali. "Wir und McLaren sind die einzigen Teams, die KERS derzeit verwenden. Wir haben viel investiert. Wir glauben, dass es für die Zuschauer schwierig zu verstehen ist, warum es einige Autos mit KERS gibt und einige ohne. Wenn man es logisch sieht, dann wäre es schön, wenn alle KERS verwenden würden, aber wenn nicht, dann eben nicht."

Gerüchten zufolge ist Ferrari dafür, KERS abzuschaffen, da man sowieso viele Probleme mit der Zuverlässigkeit hatte. Einzig das McLaren-Mercedes-Team ist ein Fan von KERS, doch man akzeptiert die Entscheidung: "Die Formel 1 muss zeigen, dass sie ein paar grüne Zutaten hat", so Teamchef Martin Whitmarsh. "Aber zur gleichen Zeit schaut jeder danach, dass wir in der aktuellen wirtschaftlichen Situation Kosten sparen."

"Es ist eine große Leistung, dass wir derzeit über neue Teams sprechen. Wir müssen sicherstellen, dass kleinere Teams in der Formel 1 bleiben", so der Brite weiter. "Die Position von McLaren ist, dass wir KERS gerne weiterhin sehen würden. Aber wir akzeptieren auch, dass wir für die Mitglieder der Formel-1-Gemeinde verantwortlich sein müssen. Und wenn die Mehrheit KERS nicht haben möchte oder sich im Moment nicht leisten kann, dann müssen wir realistisch sein."

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Marc Marquez (Ducati) feiert seinen achten MotoGP-Sieg im MotorLand Aragon - Pedro Acosta (KTM) und Marco Bezzecchi (Aprilia) müssen sich geschlagen geben

"Müssen über Strafen nachdenken"

Absichtliche DTM-Ausfälle am Samstag?

Absichtliche Ausfälle am Samstag sorgen in der DTM für Ärger: Warum die Teams zu diesem Schritt greifen und welche Wege es gibt, das zu unterbinden

Auer schreibt Geschichte

Auer vorzeitig Endurance Champion!

Lucas Auer schrieb am Sonntag auf dem Nürburgring Geschichte: Mit seinen Winward Racing Teamkollegen Maro Engel (D) und Luca Stolz (D) gelang es ihm, erstmals in der Historie der GT World Challenge den Endurance Cup Titel vorzeitig einzufahren!

GP der Niederlande: Bericht

Norris gewinnt Rennen in Zandvoort

Lando Norris feiert den zweiten Sieg hintereinander, vor Kimi Antonelli und George Russell - Gesprächsstoff wegen Stallorder bei Ferrari und Mercedes

Berufung gegen Monaco-Ergebnis

Verliert Gasly sein Monaco-Podium?

Seit gestern findet die Berufungsverhandlung gegen das Monaco-Ergebnis statt: McLaren kämpft für Fairness und Integrität - und eigene Interessen

Der Regen kam um ein paar Minuten zu spät: George Russell erobert acht Punkte für die Formel-1-WM, Nico Hülkenberg scheidet mit Defekt aus