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Motorrad-WM: Brünn

50 Punkte Vorsprung für Rossi

Zwei Yamaha-Piloten kämpften um den Sieg – der eine (Jorge Lorenzo) flog ab, der andere (Valentino Rossi) gewann das Rennen. 125 ccm: Ranseder 20.

Michael Noir Trawniczek
Fotos: Yamaha

„Ich wusste, dass es ein hartes Rennen wird, denn Jorge hatte im Training einen fantastischen Rhythmus gefunden“, erklärte Valentino Rossi, nachdem er das MotoGP-Rennen von Brünn mit elf Sekunden Vorsprung auf Honda-Werkspilot Dani Pedrosa für sich entscheiden konnte.

Das Rennen stand ganz im Zeichen eines gnadenlosen Yamaha-Teamfights – obschon am Start zunächst Pedrosa das bessere Händchen hatte und er die Führung übernehmen konnte.

Rossi blieb jedoch nur eine Kurve lang Zweiter, schnappte sich noch in der ersten Runde die Führung - Lorenzo jedoch rutschte am Start gar ins Mittelfeld ab. „Ich hatte nicht die Pace, die ich zuvor im Training hatte“, erklärte Lorenzo im Anschluss an das Rennen. Doch der heißblütige Spanier kämpfte sich vor, bis er schließlich direkt hinter seinem führenden Teamkollegen in Schlagdistanz lag und er an Rossi vorbeiziehen konnte.

Lorenzo mit Abflug, in Führung liegend

Rossi erinnert sich: „Als er mich sechs Runden vor Schluss überholte, war ich bereit für den großen Kampf – denn ich hatte großes Vertrauen in mein Bike, weshalb wir eine gute Show liefern konnten.“

Lorenzo sagt: „Als ich ihn überholen konnte, tat ich alles, um vor ihm zu bleiben. Doch dann machte ich einen Fehler und ich flog von der Strecke. Es gibt nicht mehr zu sagen, außer dass es mir für das Team sehr leid tut.“

Rossi weiß: „Das war sicher schlimm für Jorge. Es ist natürlich schade für ihn, aber für mich ist es umso besser, denn jetzt haben wir 50 Punkte Vorsprung. Es ist noch ein langer Weg zu gehen, aber ich werde alles tun, um weiter konzentriert zu bleiben.“

Lorenzo sagt: „Ich werde alles tun, um in Amerika den Rückstand wieder wett zu machen.“

Viele jedoch betrachten Brünn als eine Vorentscheidung. 50 Punkte und nur noch sechs Rennen – wenn sich Rossi keine großen Fehler erlaubt, darf der „Doktor“ bald wieder einen Titel feiern…

Hartes Duell um Platz 3

Nicht nur an der Spitze wurde gekämpft – um den dritten Platz fighteten Gresini Honda-Pilot Toni Elias und Honda-Werkspilot Andrea Dovizioso. Immer wieder tauschten die beiden ihre Positionen, bis sich schließlich Elias in der letzten Kurve durchsetzen konnte. Nur eine Zehntelsekunde hinter den beiden fuhr Suzuki-Pilot Loris Capirossi über die Ziellinie.

Schmetterling im Helm

Ein besonderes Erlebnis hatte Gresini Honda-Pilot Alex de Angelis. Ein Schmetterling verirrte sich in seinen Sturzhelm. "Ich fuhr locker mit Hayden, Edwards und den anderen mit, also plötzlich ein Schmetterling in meinem Helm war. Er flatterte genau vor meinen Augen herum, so konnte ich einfach nichts sehen. Als er sich dann beruhigte, konnte ich mich wieder konzentrieren - aber meine Chancen waren dahin.“ De Angelis beendete das Rennen hinter Hayden und Edwards auf Platz acht.

125 ccm: Ranseder auf Platz 20

Michael Ranseder, der nun eine Aprilia des CBC Corse-Teams pilotiert, kam über Platz 20 nicht hinaus. Auf seiner Website schreibt der Österreicher: „Nach dem gestrigen Qualifikationstraining habe ich schon etwas mehr erwartet. Mit dem heutigen Rennen kann ich nicht zufrieden sein. Der Start ist mir noch ganz gut gelungen, doch nach der ersten Kurve wurde ich beim Beschleunigen von etlichen Konkurrenten überholt. Der Motor hat nicht richtig hochgedreht. Nach zwei, drei ist es aber besser etwas gegangen. Zu diesem Zeitpunkt war jedoch der Zug nach Vorne bereits abgefahren.“

„Mit der Fahrwerksabstimmung war ich heute sehr zufrieden. Auch die Reifenwahl war perfekt. Erst in den allerletzten Runden hatte der Hinterreifen etwas nachgelassen. In meiner Gruppe sind wir alle die gleichen Rundenzeiten gefahren, trotzdem war es heute extrem schwierig für mich Gegner zu überholen. Schade um diese Chance, denn in Brünn habe ich eigentlich schon mit einer Platzierung in den Punkterängen gerechnet.“

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