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Superbike-WM: Brünn

Schritt in die richtige Richtung

Brünn ist nur zwei Autostunden von Wien entfernt, das de facto Heimrennen war für Roland Resch ein besonderes Erlebnis.

Hunderte Freunde, Helfer und Fans feuerten den jungen Niederösterreicher an. Der Streckenrand war gesäumt von Österreichflaggen und Transparenten. Resch: „Das ist ein großartiges Erlebnis, vor all den Menschen fahren zu dürfen. Macht mich sehr stolz und glücklich.“

Aus sportlicher Sicht begann das Wochenende problematisch. Resch laboriert seit geraumer Zeit an einer Sommergrippe, die ihm am Freitag und Samstag so stark zu schaffen machte, dass er unter Medikamenteneinfluss in das Qualifying musste.

Am Samstagnachmittag verließ er die Rennstrecke in die nahe gelegene Therme Laa/Thaya zur Regeneration. Mit Erfolg: „Am Sonntag fühlte ich mich mindesten 50 Prozent fitter.“

Im 1.Lauf lieferte sich Resch ein hartes Duell mit dem Tschechen Cihak über die volle Distanz: „Das war eine große Show und hat viel Spaß gemacht. In der letzten Runde konnte ich den Sack zumachen und mit 3 Zehntel vor ihm durchs Ziel gehen.“

Für den 2.Lauf konnte das Team eine Setup-Verbesserung finden. Resch machte am Start fünf Plätze gut und konnte mit Fahrern kämpfen, die er in Lauf 1 nicht halten konnte. Als einzige Suzuki im Feld sah er das Ziel auf Platz 19.

Resch: „Ich hatte einen guten Zug im Motorrad. Hat sich gut angefühlt. Ich habe die Linie wesentlich besser getroffen und konnte pushen. Die Richtung in der Fahrwerksentwicklung stimmt. Trotzdem muss man realistisch bleiben: wir haben Fahrwerksprobleme, deren Komplexität so hoch ist, dass wir sie in der kurzen Zeit nicht lösen können. Das Team stößt an seine Grenzen. Auch das Werksteam hat ähnliche Troubles. Wir müssen da durch. Mit der Testarbeit (dem Team fehlt die komplette Wintertestarbeit, die in kurzer Zeit nicht nachholbar ist, Anm.) werden wir das Step by Step lösen.“

Die nächsten Rennen findet von 4. bis 6.September am Nürburgring (Deutschland) statt.

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