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Nürburgring-Langstrecken-Serie Ein Fehler des Team kostete Max Verstappen den Sieg am Nürburgring
Jan Brucke/VLN

Max Verstappen gewinnt am Nürburgring - und wird kurz darauf disqualifiziert

Max Verstappen feiert am Nürburgring einen dominanten Sieg - doch Stunden später wird er disqualifiziert: Ein Teamfehler sorgt für das bittere Ende

Glanzleistung auf der Strecke, Drama danach: Max Verstappen hat bei seinem ersten Saisonstart auf der Nürburgring-Nordschleife sportlich überzeugt - und trotzdem keinen Sieg mitgenommen. Beim zweiten Lauf der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) dominierte der Formel-1-Pilot zunächst das Rennen, ehe eine nachträgliche Disqualifikation alles zunichtemachte.

Gemeinsam mit Daniel Juncadella und Jules Gounon sicherte sich der Red-Bull-Star im Mercedes-AMG GT3 zunächst souverän den Sieg. Bereits im Zeittraining setzte Verstappen ein Ausrufezeichen: Mit einer fehlerfreien Runde ohne Verkehr und Code-60-Phasen holte er sich die Poleposition - mit fast zwei Sekunden Vorsprung.

Im Rennen bekam Verstappen früh Gegenwehr: Audi-Pilot Christopher Haase nutzte auf der langen Döttinger Höhe den Windschatten und ging vorbei. Es entwickelte sich ein intensiver Zweikampf, der die Besonderheiten der Nordschleife zeigte - mit unterschiedlichen Stärken bei Topspeed und Kurvenperformance.

Erst kurz vor dem ersten Boxenstopp konnte Verstappen die Führung zurückerobern. Danach kontrollierte das Trio das Rennen weitgehend, auch wenn es in der Folge noch einzelne Positionskämpfe gab, unter anderem mit BMW-Pilot Dan Harper.

Klarer Sieg - und dann die Disqualifikation

Auf der Strecke ließ Verstappen keinen Zweifel aufkommen: Im Schlussstint baute er den Vorsprung auf fast eine Minute aus. Doch wenige Stunden nach Rennende folgte die bittere Wende.

Das Winward-Team, das Verstappens Mercedes-AMG auf der Nordschleife einsetzt, hatte im Laufe des Renntags insgesamt sieben Reifensätze verwendet. Erlaubt sind laut Reglement jedoch nur sechs. Der Fehler passierte bereits im Zeittraining, als Boxenstopps mit Fahrer- und Reifenwechseln geübt wurden.

Die Konsequenz: Disqualifikation. Der Sieg ging nachträglich an das BMW-Duo Harper und Jordan Pepper. Teamchef Christian Hohenadel erklärte: "Die Disqualifikation tut weh. Wir möchten uns bei allen entschuldigen, die mit uns mitgefiebert haben."

Verstappen begeistert von der "Grünen Hölle"

Trotz des enttäuschenden Ausgangs zog Verstappen ein positives Fazit: "Die Nordschleife ist eine der verrücktesten Strecken der Welt. Ich möchte hier so oft wie möglich fahren."

Für Fans bedeutet das: Weitere Einsätze sind wahrscheinlich. Bereits im April stehen mit einem weiteren NLS-Lauf sowie den 24h-Qualifiers mögliche Starts im Raum, nachdem die Formel-1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt wurden. Fix ist bislang sein Einsatz beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring im Mai.

Motorsport-Total.com

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