MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

"Button sollte aggressiver zu Werke gehen"

Der frühere Formel-1-Teamchef Eddie Jordan sieht noch keinen Favoriten im Titelkampf, würde Jenson Button allerdings zu mehr Aggressivität raten.

Im bisherigen Saisonverlauf konnten sich gleich mehrere Fahrer in die Siegerlisten der Formel 1 eintragen, doch auch zur Halbzeit des Rennjahres ist die Hackordnung an der Spitze noch lange nicht geklärt. Der ehemalige Formel-1-Teamchef Eddie Jordan rät den Teams daher auch tunlichst davon ab, sich bereits zu diesem Zeitpunkt der Saison auf nur einen der beiden Rennfahrer zu konzentrieren.

"Dafür ist es noch zu früh, denn in dieser Saison sehen wir viele Höhen und Tiefen", erklärt Jordan bei der BBC. "Solange es nicht mathematisch klar ist, welcher Pilot vorne liegt – und das ist es derzeit weder bei McLaren noch bei RB Racing –, kann ein Team keine solche Entscheidung treffen. Würde sich ein Team nur auf einen Piloten festlegen, würden sie ziemlich sicher auf das falsche Pferd setzen."

Davon abgesehen ist sich Jordan nach zehn Rennen nicht im Klaren darüber, was er von der überaus positiven Stimmung bei McLaren halten soll: "Ich würde gerne sehen, dass Jenson und Lewis eine andere Einstellung an den Tag legen. Irgendwie ist das alles zu harmonisch bei diesen beiden", meint der Ire. "Sie kommen offensichtlich gut miteinander aus, und das ist ja auch vollkommen okay."

"Im Auto muss man allerdings stets die Entschlossenheit haben, sich gegenseitig zu schlagen. Vor allem Button sollte diesbezüglich deutlich aggressiver zu Werke gehen", meint Jordan. Auch vom Williams-Team erwartet sich der Formel-1-Experte einiges mehr. Der Rennstall um Rubens Barrichello und Nico Hülkenberg habe zwar unlängst gut gepunktet, sei aber noch weit von Erfolgen entfernt.

"Das ist enttäuschend für ein Team, das ich stets sehr bewundert habe", sagt Jordan am Rande des Grand Prix von Großbritannien. "In den 80er und 90er Jahren waren sie schlichtweg die Größten für mich. Ihr bis dato letzter Rennerfolg liegt aber bereits über einhundert Rennen zurück, das wird sie sicherlich frustrieren." Den Wechsel an der Teamspitze begrüßt Jordan daher durchaus.

"Frank hat sich als Vorsitzender zurückgezogen und diese Position an Adam Parr übergeben. Eine Veränderung in der Führungsetage könnte sich als gut für die weitere Entwicklung des Unternehmens herausstellen", so der TV-Experte. "Ob Barrichello 2011 erneut am Start sein wird, weiß ich nicht. Wenn sein Feuer und seine Leidenschaft noch nicht erloschen sind, dann wird es wohl so sein."

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Formel 1-Regeln: Straight Mode

Neuer "Straight Mode" wird beim Start verboten

Die Formel-1-Kommission diskutierte in der vergangenen Woche über mehrere sicherheitsrelevante Themen - Dabei ging es auch um den neuen "Straight Mode"

Drohende Reduktion bleibt aus!

Mercedes-AMG präsentiert DTM-Aufgebot 2026

Mercedes-AMG präsentiert seine DTM-Aufstellung für die Saison 2026: Was aus der drohenden Fahrzeugreduktion wurde und welche Änderungen es bei den Teams gibt

Melbourne-Desaster: Honda vergrault?

Der fatale Umgang von Aston Martin mit Honda

Eigentlich sollte 2026 das Jahr von Lawrence Stroll werden - Doch nach dem Melbourne-Debakel sieht ein Experte die Beziehung zu Honda bröckeln

Gerhard Berger über neue Regeln

Gerhard Berger: "Da wehrt sich etwas in mir"

Gerhard Berger will dem neuen Formel-1-Reglement eine Chance geben, betont jedoch, dass es für ihn gefühlt zu weit weg vom "klassischen Motorsport" sei

Einige Beobachter befürchteten 2026 einen deutlichen Einbruch der Formel-1-Rundenzeiten - Der Wintertest in Bahrain zeigt, dass diese Sorge unbegründet war