MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: Launch

Präsentation des neuen Hispania-Teams

Wenige Tage vor dem Start in die neue Formel-1-Saison wurde das strauchelnde Hispania-Team samt Neuzugang Karun Chandhok in Murcia präsentiert.

Foto: motioncompany

Colin Kolles hat aus den Trümmern des Campos-Meta-Rennstalls binnen weniger Wochen tatsächlich ein Formel-1-Team geformt. Der Name der Mannschaft lautet mittlerweile HRT, Hispania Racing Team. Dallara hat die in Italien konstruierten Boliden nach einigen vertraglichen Querelen schließlich fertig gebaut, die offizielle Bezeichnung des Dallara-Fahrzeugs lautet HRT-Cosworth.

Am Donnerstag zeigte sich das neue Formel-1-Team erstmals in der Öffentlichkeit. Zahlreiche Gäste verfolgten die Präsentation in Murcia, darunter der Präsident der Region und der Chef des spanischen Motorsportverbandes. "Ich freue mich sehr, dass wir unsere Fahrzeuglackierung in Murcia zeigen dürfen, dies unterstreicht die Identität des Teams", sagt Teamchef Kolles, der um seinen Job als "Feuerwehrmann" in den vergangenen Wochen nicht zu beneiden war.

"Es war ein echter Wettlauf gegen die Zeit", so der Deutsche. "Ich bin der festen Überzeugung, dass wir eine gute Basis haben und bin sicher, dass wir uns 2010 zu erfolgreichen Auftritten steigern können. Jetzt kommt es auf Zusammenarbeit an. Wir werden gemeinsam lernen und uns als Team entwickeln", sagt Kolles. Auch die Fahrerpaarung steht wenige Tage vor dem Saisonauftakt fest. Neben Bruno Senna, der seinen Vertrag schon zu Campos-Meta-Zeiten gesichert hatte, wird der Inder Karun Chandhok im Cockpit sitzen.

"Karuns Leistungen in der GP2 haben uns beeindruckt. Außerdem ist Indien ein tolles Land", sagt Kolles, der sicherlich auf weitere Sponsoren aus Chandhoks Heimat hoffen darf. Im kommenden Jahr soll in Indien erstmals ein Grand Prix stattfinden. "Es für den Sport erstklassig, dass beim ersten indischen Grand Prix auch ein Inder am Start stehen wird", erklärt der HRT-Teamchef weiter und macht somit indirekt klar, dass Chandhoks Vertrag über mindestens zwei Jahre läuft.

Teambesitzer José Ramon Carabante legt größten Wert auf die Identität als spanisches Team: "Die Geburtsstätte des Teams ist Murcia. Wir sind stolz auf das erste rein spanische Team in der Formel 1. Der Name des Teams beinhaltet Hispania, das war die römische Bezeichnung für die iberische Halbinsel. Dies alles macht die Identität unseres Teams aus. 2010 wird ein grandioses Debüt für unser Team und für die Fahrer am Steuer unserer HRT-Autos."

Neben Senna und Chandhok wollte auch José María López, zumindest als Test- und Ersatzfahrer, bei HRT unterkommen. Der Argentinier war bereits bei USF1 unter Vertrag, aber das US-amerikanische Projekt wurde in dieser Woche endgültig auf Eis gelegt. Jetzt ist sein Formel-1-Traum endgültig ausgeträumt, López steht mit leeren Händen da. Da ein Teil seiner Sponsorgelder bereits an USF1 überwiesen worden ist, reichte das Budget nun nicht einmal mehr für das dritte HRT-Cockpit.

"Alle Möglichkeiten für ein Formel-1-Engagement haben sich zerschlagen", sagt sein Manager Felipe McGough frustriert gegenüber der argentinischen Nachrichtenagentur Telam. Wer neben Bruno Senna und Karun Chandhok stattdessen Ersatzpilot beim ehemaligen Campos-Team wird, steht derzeit noch nicht fest.

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: Launch

- special features -

Weitere Artikel:

Berufungsgericht hat entschieden

Pierre Gasly verliert Monaco-Podium wieder!

Das internationale Berufungsgericht hat im Streit um das Monaco-Podium von Pierre Gasly entschieden: Strafen bleiben bestehen, Alpine-Pilot verliert den dritten Platz

Der Regen kam um ein paar Minuten zu spät: George Russell erobert acht Punkte für die Formel-1-WM, Nico Hülkenberg scheidet mit Defekt aus

FIA veröffentlicht zweites ADUO-Ranking

Red Bull weiterhin stärkster F1-Motor

Auch in der zweiten ADUO-Periode ist der Motor von Red-Bull-Ford der stärkste im F1-Feld, sodass der Hersteller weiterhin keine zusätzliche Entwicklung bekommt

Flavio Briatore hegt großen Frust gegen das Ergebnis der Berufungsverhandlung und wirft einem der vier Richter vor, eine besondere Verbindung zu McLaren zu haben

WEC: Cost Cap unmöglich?

Budgetobergrenze in der WEC kaum umsetzbar

Toyota-Technikchef David Floury und Porsche-LMDh-Chef Urs Kuratle nennen die Probleme, wenn es darum geht, BoP durch ein Cost Cap zu ersetzen