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Campos arbeitet an Rettung seines Teams

Adrian Campos hofft weiter, dass sein neues Formel-1-Team in Bahrain starten kann. Steuert Tony Teixeira das benötige Geld, wenn überhaupt, rechtzeitig bei?

Der Start des neuen Formel-1-Teams Campos steht auf wackeligen Beinen – auch Teambesitzer Adrian Campos macht inzwischen kein Geheimnis mehr daraus, dass die Situation nicht so rosig ist wie gewünscht. Doch er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, das nötige Geld zusammenzukratzen, von Dallara die Autos zu bekommen und beim Saisonauftakt in Bahrain dabei zu sein.

"Wir versuchen, bis Montag alles auszusortieren", sagte Campos gegenüber BBC Sport. "Die Leute sagen viele dumme Sachen. Manche stimmen und manche nicht", erklärte er zu den Spekulationen über die Zukunft seines Teams. Und er bekräftigte: "Wir arbeiten hart daran, in Bahrain an den Start zu gehen." Er könne aber nicht garantieren, dass seine Mannschaft beim ersten Rennen wirklich dabei sein werde.

Campos' großes Problem: Wenn er Dallara nicht das nötige Geld überweist, bekommt er keine Autos für Bruno Senna und dessen noch nicht benannten Teamkollegen. Gerüchte, dass Dallara den Vertrag mit dem spanischen Team bereits gekündigt und die Autos an StefanGP verkauft hat, weist Campos zurück: "Nein, das kann Dallara nicht machen. Wir haben einen Vertrag mit ihnen."

Nun kursieren in den Medien verschiedene Fristen, die Dallara gesetzt haben soll. Campos selbst will alles bis Montag geklärt haben, spanische Medien sprachen davon, dass das Geld bereits hätte fließen müssen, die Tageszeitung AS will nun erfahren haben, dass die Frist am nächsten Mittwoch ausläuft. AS-Informationen zufolge geht es um vier Millionen Euro, die Campos an den italienischen Hersteller zahlen muss.

Campos selbst möchte sich zu den verschiedenen Berichten nicht äußern: "Mal heißt es, dass wir Dallara gegenüber eine Anzahlung von sieben Millionen Euro geleistet haben, mal heißt es, dass wir das Geld nicht haben. Wir versuchen, das Problem zu lösen."

Carlos Gracia, der Präsident des Spanischen Automobilverbands, hegt jedenfalls die Hoffnung, dass die Geschichte für Campos ein gutes Ende nimmt. "Dallara ist ein sehr professionelles Unternehmen, das den Background von Adrian kennt und die Schwierigkeiten, die ein solches Projekt mit sich bringt. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass sie alles tun werden, um eine für beide Seiten befriedigende Lösung zu finden", sagte er AS.

Das nötige Geld könnte von Tony Teixeira kommen. Der südafrikanische Geschäftsmann und bisherige A1GP-Chef will wie berichtet in das Team einsteigen – oder es sogar ganz kaufen. Dass ein Vertrag mit Teixeira bereits unter Dach und Fach ist, wollte Campos weder bestätigen noch dementieren: "Das Problem ist, dass wir bei allem was wir tun, zur Verschwiegenheit verpflichtet sind."

Verbandschef Gracia weiß da allerdings mehr zu berichten: "So weit ich weiß, wurde die Vereinbarung mit Teixeira geschlossen, aber das Geld ist noch nicht gekommen. Damit ist alles andere auch wertlos."

Gracia hat auch den Eindruck, dass sich Campos für sein Projekt nicht gerade die besten Partner ausgesucht hat: "Es ist kein Geheimnis, dass Adrian es vielleicht nicht verstanden hat, sich mit Leuten zu umgeben, die für dieses Projekt geeignet sind. Aber das Wichtigste ist, dass man jetzt einen Schritt nach vorn macht und nach Lösungen sucht. Und keiner wird leugnen können, dass er zumindest bis zum Schluss gekämpft hat."

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