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US F1 bestätigt López als ersten Piloten

Als letzter Rennstall der Saison 2010 hat nun auch US F1 seinen ersten Piloten benannt: José María López bringt acht Millionen Dollar mit.

Bei US F1 gehen die Vorbereitungen auf die Debütsaison ungeachtet der Gerüchte um mögliche Probleme ungebremst weiter. Die US-Amerikaner haben nun endlich auch ihren ersten Piloten für die bald beginnende Saison benannt. Wenig überraschend stellten die Teamverantwortlichen Ken Anderson und Peter Windsor den Argentinier José María López als Einsatzfahrer vor. Der 26jährige soll angeblich viel Sponsorengeld mitbringen.

"Es war schon lange unser Ziel, dass wir uns 'Pechito' López als Fahrer für die Debütsaison sichern", erklärt Peter Windsor angesichts der Verpflichtung. "Wir haben seine Karriere verfolgt, seit er 2003 im Formel Renault Eurocup dominiert hat. Er ist ein absoluter Profi und eine echte Führungspersönlichkeit. Was uns am meisten begeisert hat, war die Tatsache, wie er mit der Enttäuschung umgegangen ist, als er nach drei Jahren als Testfahrer bei Renault dort nicht zum Stammpiloten aufsteigen durfte."

"Anstatt sich selbst zu bemitleiden, ist er wieder in seine Heimat zurückgekehrt und hat die dortige Szene beherrscht", lobt Windsor. Er fügt die Statistik gleich hinzu: "Er hat dort 38 Rennen und drei Titel gewonnen. Er ist dort zu einem Star aufgestiegen und hat die argentinische Nation – immerhin steht dort Formel 1 direkt hinter Fußball an zweiter Stelle – geschlossen hinter sich."

Als Zeichen der Unterstützung aus der Heimat sendete die argentinische Präsidentin ein deutliches Signal. Cristina Fernandez de Kirchner verkündete den Deal am Nachmittag offiziell im Präsidentenpalast. "Die argentinische Regierung ist sehr stolz auf dieses Projekt", sagte die Politikerin. Und weiter: "Wir wünschen José María und dem gesamten Team alles Gute für die Saison 2010."

Inwieweit López von der heimischen Regierung auch finanzielle Unterstützung erfährt, ist derzeit nicht bekannt. Angeblich bringt der 26jährige rund acht Millionen Dollar (knapp sechs Millionen Euro) an Sponsorengeldern mit. "Das ist für mich, meine Familie und die Menschen in Argentinien natürlich ein ganz besonderer Tag", so der ehemalige GP2-Pilot. "Ich habe mein ganzes Leben lang auf dieses Ziel hingearbeitet. Ich danke Ken und Peter für diese Chance."

"Selbstverständlich liegen sehr große Herausforderungen vor unserem Team. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, damit wir die Grundlage für künftige Rennsiege und Meisterschaften legen können", meint López. Teamchef Ken Anderson fügt hinzu: "Man muss so viele Dinge erledigen, wenn man ein Team ganz neu aufbaut. Du kannst alles perfekt erledigen, aber wenn du nicht die richtigen Jungs im Cockpit hast, dann ist alles für die Katz. Mit José María Lopez haben wir einen weiteren Mosaikstein auf dem Weg zum Erfolg."

Das neue US-Team wird erst in der zweiten Februarhälfte an offiziellen Formel-1-Testfahrten teilnehmen. Zuvor will US F1 mit dem Wagen einen Shakedown in Alabama absolvieren. Ob dabei López hinterm Steuer sitzen wird, ist noch ungewiss. Als zweiter Pilot werden eine ganze Reihe von Kandidaten gehandelt. Die besten Chancen hat derzeit angeblich der Brite James Rossiter.

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