MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Whitmarsh soll den Vorsitz behalten

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh soll für ein zweites Jahr Vorsitzender der Teamvereinigung FOTA bleiben – aus Mangel an Alternativen?

Die Teamvereinigung FOTA war im Sommer 2008 gegründet worden, um die Interessen der Rennställe gegen die manchmal gegensätzlichen Bemühungen von FIA und Vermarkter durchzusetzen. Zukunftssicherung und Verbesserung der Show waren zwei wichtige Elemente, die sich die Arbeitsgemeinschaft auf die Fahnen schrieb. Man verabschiedete klare Statuten, die unter anderem beinhalten, das der Vorsitz jährlich wechselt.

Seit Januar 2009 hält Martin Whitmarsh das FOTA-Zepter in der Hand. Der McLaren-Teamchef müsste laut Satzung eigentlich zu Beginn des kommenden Jahres abgelöst werden. Allerdings könnte es eine zweite Amtszeit des Briten geben. Nach Informationen der Kollegen von 'Autosport' einigten sich die FOTA-Mitglieder bei einem Treffen in der vergangenen Woche auf eine solche Ausnahme. Offizielle Begründung: Unter der Führung von Whitmarsh habe die FOTA gute Fortschritte erzielt, so soll es weitergehen.

Sicherlich ist der Teamvereinigung in Bezug auf die Finalisierung des sogenannten Resource-Restriction-Agreements (RRA), einer freiwilligen Kostenkontrolle in der Formel 1, ein deutlicher Fortschritt gelungen. Allerdings dürfte wohl auch ein anderer Grund dazu führen, dass Whitmarsh ein Jahr lang weiter an der FOTA-Spitze bleiben wird: Es fehlt ein Nachfolger. Adam Parr (Williams), Christian Horner (Red Bull) und Ross Brawn (Mercedes) galten als aussichtsreichste Kandidaten, aber alle winken nun ab.

"Ich habe meine zweijährige Amtszeit an der Spitze der Technischen Arbeitsgruppe genossen, aber das langt", sagt Brawn. "Ich habe keinerlei Ambitionen auf den FOTA-Vorsitz. Jeder Teamchef muss sein Tagesgeschäft erledigen und hat noch zusätzliche Aufgaben." Es wird erwartet, dass die Besetzung der Ämter der FOTA (Vorsitz sowie Arbeitsgruppen Technik, Sport und Kommerzielles) in den ersten beiden Januarwochen bekanntgegeben wird.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Die neuen Regeln sollte die Formel 1 für Hersteller attraktiver machen, Doch nach dem Aus von Renault und der Krise bei Honda stellt sich die Frage: War es das wert?

Melbourne-Desaster: Honda vergrault?

Der fatale Umgang von Aston Martin mit Honda

Eigentlich sollte 2026 das Jahr von Lawrence Stroll werden - Doch nach dem Melbourne-Debakel sieht ein Experte die Beziehung zu Honda bröckeln

Der Weltverband FIA hat die Formel-1-Fahrer um Feedback gebeten und zeigt sich offen für Anpassungen: Dennoch sei "neunzig Prozent" der Arbeit bereits gut erledigt

Gerhard Berger über neue Regeln

Gerhard Berger: "Da wehrt sich etwas in mir"

Gerhard Berger will dem neuen Formel-1-Reglement eine Chance geben, betont jedoch, dass es für ihn gefühlt zu weit weg vom "klassischen Motorsport" sei