
Motorsport: News | 04.06.2011
Die GT-World Class als Rettung
Unter dem Dach der neuen GT-World Class werden GT1, GT2 und GT3-Boliden an den Start gehen – viele neue Marken sollen hinzukommen.
Foto: GT1-WM/DPPI
Beim aktuellen Rennwochenende der GT1-Weltmeisterschaft sind gerade einmal 16 Fahrzeuge am Start. Von diesen Autos entsprechen allerdings nur sehr wenige (Nissan GT-R und Ford GT) dem wirklichen GT1-Reglement, alle anderen sind mit Ausnahmeregelungen für die Teilnahme homologiert.
Das hatte sich Promoter Stephane Ratel beim Aufbau der WM sicherlich anders vorgestellt.
In den vergangenen Wochen stellte der GT-Vermarkter seinen Notfallplan in Aussicht. Ab 2012 soll die WM für Fahrzeuge anderer Klassen geöffnet werden, über eventuelle Upgrade-Kits sollen die Autos ungefähr auf gleichen Stand gebracht werden.
Die FIA unterstützt dieses Vorhaben. Der Weltrat beschloss am Freitag die Schaffung einer "GT-World-Class" (GTWC), die mehr Hersteller und Marken in ein gemeinsames Boot bringen soll.
Wie Ratel es sich zuvor gewünscht hatte, werden ab dem kommenden Jahr GT1-Autos des Jahrgangs 2011, GT2-Fahrzeuge der Homologation 2009 und neue GT3-Wagen über eine "Balance of Performance" angeglichen. Diese Boliden sollen in einer offiziellen GT-Weltmeisterschaft dann um Titelehren fahren.
Somit darf man ab 2012 damit rechnen, dass auch beispielsweise der Audi R8 oder der AMG SLS um die WM-Krone kämpfen werden.
All jene Fahrzeuge, die derzeit im ADAC-GT-Masters für großartigen Sport sorgen, könnten im kommenden Jahr in die WM geschickt werden. Auch McLaren (MP4-12c) und Lotus (Evora) sollen Interesse bekundet haben.