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Norbert Vettel erinnert sich…

Eigentlich mag es Sebastian Vettel nicht, wenn seine Eltern Interviews geben – doch nun spricht sein Vater vom „Computer, der sich selbst programmiert“…

Sebastian Vettel fehlt nur noch ein Punkt zur Titelverteidigung. 2011 war der Heppenheimer bisher der dominante Mann in der Formel 1.

Neun Siege und vier zweite Plätze stellen das eindrucksvoll unter Beweis. Einzig beim Heimrennen am Nürburgring verpasste der Red Bull Racing-Pilot das Podium.

Solche Momente sind meist der Zeitpunkt, zurückzublicken. Vater Norbert wagt eine Reise in die Vergangenheit.

Im Jahr des tragischen Unfalls von Ayrton Senna und des ersten Titels von Michael Schumacher kam Bewegung in die Karriere des aktuellen Weltmeisters: "1994 fing alles erst richtig an", schildert Vettel sen. dem Blick.

"Es wäre ein Fehler gewesen, wenn wir mit dem achtjährigen Seb schon von der Formel 1 geträumt hätten. Man muss ein Ziel nach dem anderen haben. Dieses erreichen - und das nächste planen. Sonst ist alles aus. Zudem musste die ganze Familie mitmachen", unterstreicht der Vater des RBR-Piloten. "Wir haben zehn Jahre lang für Sebs Karriere gelebt und auf den Urlaub verzichtet."

Dabei war es anfangs gar nicht so leicht, alles unter einen Hut zu bekommen: "Wenn wir erst am späten Freitag anreisten, weil Seb noch in der Schule war, fragten mich einige Väter: 'Will dein Sohn eigentlich Professor oder Rennfahrer werden?' Heute kennen alle Neider die Antwort!"

Der Aufstieg verlief jedoch nicht ohne Probleme. Immer wieder mangelte es an Geld. Nach zahlreichen Sponsorenabsagen war die Stimmung am Tiefpunkt: "Ich hatte wieder einmal die Nase voll, aber aufgeben wollten wir nicht. Jahrelang waren wir mit dem Wohnmobil oder dem Auto durch Europa gefahren. Dabei schlief Seb einige Male im Kofferraum!"

"Ich habe einst im VW-Bus einen Extra-Tank eingebaut, damit wir von Deutschland nach Italien ohne Benzinstopp in der teuren Schweiz durchfahren konnten", berichtet der engagierte Vater des Ausnahmetalents. "Seb ist unheimlich. Er lernt so schnell, wie ein Computer, der sich selbst programmiert. So machte er die theoretischen Prüfungen für Lastwagen, Privatautos und Motorräder an einem Tag!"

Kritik, Vettel würde nur durch die Überlegenheit des Autos gewinnen, möchte der Senior nicht gelten lassen: "Ich höre aber immer wieder, dass der Vettel nur gewinnt, weil er das beste Auto hat. Williams oder Ferrari hatten früher auch dominiert - und einer muss das beste Auto haben. Seb hat dafür hart gearbeitet!"

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