MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel  1: News

Keine Rallye-Aktivitäten - Mercedes bleibt in der Formel 1

Die Krone verriet am Wochenende exklusiv, dass Mercedes in die Rallye-WM wechseln wolle – heute kommt das Dementi von Norbert Haug…

Mercedes geht seit zwei Jahren als eigenes Team an den Start. Bereits seit Mitte der Neunziger werden wieder Formel-1-Triebwerke hergestellt.

Einem möglichen Rallye-Engagement von Mercedes erteilt Norbert Haug gegenüberAuto, Motor und Sport allerdings eine Absage: "Ich selbst mag Rallyes sehr und war bei den glorreichen Zeiten von Walter Röhrl und Co vor Ort als Berichterstatter dabei. Wir fühlen uns mit unseren aktuellen und traditionellen Motorsport-Aktivitäten bestens aufgestellt."

Der Mercedes-Motorsportchef nennt die aktuellen Aktivitäten: "Die Formel 1 als bekannteste und populärste Motorsport-Disziplin weltweit, die DTM als nationale Serie mit nennenswerter internationaler Aus- und Abstrahlung und großem Wachstumspotential, unser Formel 3-Nachwuchsprogramm, mit dem fast die Hälfte aller aktuellen Formel 1-Rennfahrer Kontakt hatte und neuerdings unser Kundensportsegment mit dem Mercedes SLS AMG GT 3 gehören zu unserem Engagement."

"Viel mehr geht nicht, noch mehr Aktivitäten wollen wir auch nicht. Aber natürlich respektieren wir Wettbewerber, die ein Rallye-Engagement betreiben so sehr, wie diese hoffentlich unsere Aktivitäten", so der ehemalige Journalist, der auch schon für die AMS schrieb und seit 1990 bei Mercedes als Motorsport-Chef tätig ist.

Dank der Unterstützung von Mercedes wurde Paul Di Resta im diesem Jahr vom britisch-indischen Rennstall Force India aufgenommen. Der Schotte hatte bereits 2006 in der Formel-3-Euroserie seine Klasse bewiesen hatte: Dort besiegte di Resta im Titelduell niemand geringeren als Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel.

Haug dementiert, dass di Resta besser wäre als der aktuelle WM-Spitzenreiter: "Besser als Sebastian Vettel ist derzeit niemand. Er ist amtierender Formel-1-Weltmeister und führt deutlich die aktuelle Tabelle der höchsten Motorsportklasse der Welt an. Er definiert sich so also selbst als der derzeit Beste. Paul di Resta hat sich nach seinem DTM-Titelgewinn im letzten Jahr bestens in die Formel 1 eingeführt und hätte in Kanada für Furore gesorgt, hätte er nicht eine aus meiner Sicht durchaus diskutable Bestrafung erhalten."

"Paul wird seinen Weg gehen", ist sich Haug sicher und fügt an: "Wer weiß, vielleicht fahren er und Sebastian wie damals in der Formel 3 auch irgendwann in der Formel 1 im gleichen Team. Dann würde sich endgültig herausstellen, wer der Bessere ist. Heute ist es Sebastian Vettel."

Den Einstieg in die Formel 1 fand Mercedes mit Langzeitpartner Sauber. Die Schweizer mussten beim letzten Rennen ihren Stammpiloten Sergio Perez durch Routinier Pedro de la Rosa ersetzen. Doch wer würde bei Mercedes ins Cockpit steigen, wenn Michael Schumacher oder Nico Rosberg verhindert wären?

"Einer unserer Testfahrer", erklärt Haug kurz und hofft, "dass Michael und Nico bei keinem Rennen wegen Unpässlichkeit oder gar Verletzung ersetzt werden müssen".

Aktuell verfügt Mercedes über keinen offiziellen Testfahrer. Letztes Jahr war Nick Heidfeld für diese Position vorgesehen. Mögliche Ersatzpiloten wären beispielsweise GP2-Pilot Sam Bird oder McLaren-Testfahrer Gary Paffett.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Mick Schumacher im Interview

"Großartige Dinge am Horizont"

Nach den ersten vier Rennwochenenden seiner ersten IndyCar-Saison spricht Mick Schumacher über Herausforderungen, Hoffnungen, Pläne und die Formel 1

"Absoluter Wahnsinn, ein Tier"

Gen4-Auto der Formel E offiziell präsentiert

In Le Castellet ist die offizielle Präsentation der nächsten Auto-Generation für die Formel E erfolgt - Die Chefetage der Rennserie spart nicht mit Superlativen

Max Verstappen auf der Nordschleife

Zwischen Siegchance und Tragödie

Max Verstappen erlebt extremes Wochenende auf der Nürburgring-Nordschleife: Erst eine Tragödie, dann eine tolle Show und letztlich ein bitteres Ende

Rallycross, Melk: Vorschau

Rallycross-Saisonstart in Melk

Mit den Rennen auf dem Wachauring startet eine mit Spannung erwartete Rallycross-Saison. 100 Rennautos haben ihre Nennung für das Rennen in Melk abgegeben – insgesamt werden Pilotinnen und Piloten aus sechs Nationen an der Startlinie stehen.

Toto Wolff gingen die Streitigkeiten zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg 2016 zu weit, sodass er beide Fahrer kurzzeitig freistellte und eine Warnung aussprach