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WTCC: News

"Ich jage dem Titel nicht verzweifelt hinterher..."

Chevrolet-Pilot Yvan Muller hat die WTCC-Gesamtführung übernommen, im Interview spricht er über Konkurrent Rob Huff, den schwachen Saisonstart uvm.

Die beiden Sprintrennen von Valencia markierten einen Wendepunkt in der WTCC-Saison 2011, denn erstmals heißt der WM-Tabellenführer nicht Rob Huff, sondern Yvan Muller.

Der Chevrolet-Pilot löste seinen Teamkollegen als Spitzenreiter ab, nachdem er beide spanischen Läufe für sich entschieden hatte.

Im Interview nimmt Muller Stellung zu den jüngsten Entwicklungen in der Gesamtwertung und erläutert seine Sicht der Dinge zum großen WM-Zweikampf mit Huff.

Yvan, dein Teamkollege Rob Huff hatte schon einen großen Vorsprung, doch in den Sommermonaten konntest du diesen sukzessive verkürzen. Du scheinst immer besser zu werden...

Zu Saisonbeginn war ich nicht auf meinem Topniveau unterwegs. In dieser Phase verlor ich einige Punkte auf Rob und die neuen Qualifikations-Regeln kosteten mich viel Energie und Nerven. Ich brauchte eine gewisse Zeit, um mich damit abzufinden, auch wenn ich es noch immer nicht richtig akzeptieren kann. Ich arrangiere mich halt damit und versuche, bestmöglich auszusehen. Das ist alles. Anfangs war ich nicht gut genug, jetzt passt es.

Du hast nun die WM-Führung inne. Vor einigen Wochen war es dein einziges Ziel, jedes Mal vor Rob die Zielflagge zu sehen. Wie lautet nun deine persönliche Vorgabe?

Es hat sich nichts verändert. Es geht nach wie vor einzig und alleine darum, vor Rob anzukommen. Liegst du vor ihm, bedeutet das aber meist automatisch, dass du der Sieger bist.

Kommt dir in dieser Saisonphase deine Erfahrung zugute? Du kämpftest schon mehrfach um den Titel und warst schon zweimal Weltmeister...

Wahrscheinlich. Ich jage dem WM-Titel nicht verzweifelt hinterher. Das mag bei ihm in gewisser Weise anders sein. Dadurch lastet vielleicht etwas mehr Druck auf seinen Schultern, den ich wiederum nicht verspüre.

Rob scheint etwas nervös zu sein. Teilst du diese Ansicht?

Jeder Fahrer geht mit solchen Situationen so um, wie es eben seiner Persönlichkeit entspricht. Ich versuche einfach nur, meinen Job zu machen und möglichst entspannt zu sein. Ich möchte mich da nicht weiter hineinsteigern, sondern will meinen Schwung behalten. Das ist alles.

Ist das Duell mit Rob dein bisher engster Titelkampf?

Nein, ich denke nicht. Ich kämpfte schon 2007 um den Titel und als wir damals in Macao ankamen, waren Andy (Priaulx; Anm. d. Red.) und ich nur durch einen Punkt getrennt. Zwischen Gabriele (Tarquini; Anm. d. Red.) und mir ging es ebenfalls immer sehr eng zu. Der Unterschied ist in diesem Jahr, dass sich niemand sonst einmischen kann. Das ist etwas anders als bisher.

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