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WTCC: Termas de Rio Hondo

Zweite Premiere der Saison

Beim Auftakt zur Übersee-Saison feiert die Tourenwagen-WM am Wochenende ihre Premiere im argentinischen Termas de Rio Hondo.

WTCC-Debüt mit "Verspätung"

"Wir sind sehr stolz darauf, dass wir den ersten WTCC-Event in Argentinien abhalten dürfen", sagt der Gouverneur der Provinz Santiago del Estero, Gerardo Zamora.

"Das Autodromo de Termas de Rio Hondo ist bereit, um internationale Meisterschaften von Weltrang zu beherbergen. Wir freuen uns sehr darauf, unser Land, das über sehr viel Motorsport-Tradition verfügt, bestmöglich zu repräsentieren."

Apropos: Der erste Besuch der WTCC in Argentinien ist ein Ziel, das Serienchef Marcello Lotti schon seit geraumer Zeit erreichen wollte. Bereits 2011 hätten dort erstmals zwei WM-Läufe stattfinden sollen, doch am Ende musste kurzfristig Zolder (Belgien) einspringen. 2012 das gleiche Spiel - dieses Mal sprang der Slovakiaring (Slowakei) ein. 2013 markiert also den dritten Anlauf. Und jetzt klappt's.

Zumindest ein argentinischer Lokalmatador steht dabei im Starterfeld: Jose-Maria Lopez, der frühere Testfahrer von Renault in der Formel 1 und inzwischen ein sehr erfolgreicher Tourenwagen-Pilot in seiner Heimat, sitzt statt Fredy Barth im BMW 320 TC von Wiechers. Und: Er kennt Termas de Rio Hondo bereits aus den nationalen Meisterschaften, hat dort 2009 auch schon einen Laufsieg erzielt.

Muller führt souverän in der WM

Für die restlichen Piloten ist der 4,8 Kilometer lange Kurs absolutes Neuland. Doch die "üblichen Verdächtigen" zählen natürlich auch in Argentinien zu den Favoriten. An erster Stelle zu nennen ist Yvan Muller (RML-Chevrolet), der die WM mit 282 Punkten überaus souverän anführt. Michel Nykjaer (Nika-Chevrolet/160), James Nash (Bamboo-Chevrolet/138) und Huff (135) folgen auf den Plätzen.

Aber keine Sorge: Trotz des gewaltigen Vorsprungs von Muller in der Fahrerwertung kann an diesem Wochenende noch keine WM-Entscheidung fallen. Das bedeutet: Auch Gabriele Tarquini (Honda/134) kann als aktueller Tabellenfünfter noch mitmischen, wenngleich seine Titelchancen nach einigen eher mauen Veranstaltungen drastisch gesunken sind. Vielleicht gelingt Honda ja in Argentinien die Wende.

Im Anschluss an die Übersee-Premiere in Argentinien folgen noch vier weitere Stationen: Sonoma (USA), Suzuka (Japan), Schanghai (China) und Macao (China) bilden das diesjährige Restprogramm der Meisterschaft. Und bei all diesen Rennwochenenden leben die Teams aus ihren Containern. Was die Herausforderung fern der Heimat nicht unbedingt einfacher macht...

Fakten zum Rennwochenende in Termas de Rio Hondo (Argentinien)

Streckenlänge: 4,805Kilometer
Renndistanz: Zwei Rennen zu je 11 Runden

Die Sieger in Termas de Rio Hondo 2005-2012:
2005: nicht im Kalender
2006: nicht im Kalender
2007: nicht im Kalender
2008: nicht im Kalender
2009: nicht im Kalender
2010: nicht im Kalender
2011: nicht im Kalender
2012: nicht im Kalender

Rekordsieger: - - -
Rundenrekorde: - - -

Der Zeitplan in der Übersicht (MESZ):

Freitag, 2. August 2013
18:30-19:00 Uhr - Testsession

Samstag, 3. August 2013
14:30-15:00 Uhr - 1. Freies Training
17:00-17:30 Uhr - 2. Freies Training
20:45-21:05 Uhr - Qualifikation Q1
21:10-21:20 Uhr - Qualifikation Q2

Sonntag, 4. August 2013
14:00-14:15 Uhr - Warmup
19:20-19:50 Uhr - Rennen 1
21:20-21:50 Uhr - Rennen 2

Willkommen in der Übersee-Saison! Und das über einen Monat nach dem letzten Rennen in Europa. Doch jetzt startet die WTCC noch einmal richtig durch: Erstmals gastiert die Meisterschaft an diesem Wochenende in Termas de Rio Hondo in Argentinien. Nach Moskau ist dies bereits der zweite neue Kurs im aktuellen Kalender. Was die Fahrer und ihre Teams vor besondere Herausforderungen stellt.

"Wir waren noch nie in Argentinien. Deshalb wird es ein Rennen gegen die Zeit, im Training das richtige Setup zu finden", meint Weltmeister Rob Huff (Münnich-SEAT). Sein Konkurrent Alex MacDowall (Bamboo-Chevrolet) ergänzt: "Wir müssen die Streckenzeit maximal ausnutzen und viele Runden absolvieren. Dabei gilt es natürlich auch, sich möglichst rasch auf den Kurs einzustellen."

Und dieser Kurs ist das Autodromo de Termas de Rio Hondo, eine noch recht junge Rennstrecke. 2008 eingeweiht, steht die 4,805 Kilometer lange Bahn im Norden des südamerikanischen Landes vor ihren bisher größten Veranstaltungen: Auf diverse nationale Serien folgen nun die WTCC und die MotoGP (ab 2014) und beleben rund 1.300 Kilometer nördlich von Buenos Aires den Rennbetrieb.

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