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Boullier: Doppelte Punkte bleiben

Die Vergabe von doppelten Punkten beim Saisonfinale sorgte für einen Aufschrei. Lotus-Teamchef Eric Boullier sieht das gelassen.

Anfang Dezember trauten Motorsport-Puristen ihren Augen nicht: Die FIA hatte beschlossen, dass ab 2014 beim Saisonfinale doppelte WM-Punkte vergeben werden. Ursprünglich wollte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone dies sogar bei den letzten drei Saisonrennen durchsetzen, doch dagegen war der Widerstand zu groß. Hintergedanke der neuen Regelung – mehr Spannung beim Saisonfinale. Positiver Nebeneffekt: Ecclestone kann die Lizenz für das Saisonfinale doppelt so teuer an Abu Dhabi verkaufen, wo man durchaus gewillt ist, den Preis zu zahlen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei der neuen Regelung bloß um einen vorübergehenden Trend handelt, schätzt Lotus-Teamchef Eric Boullier gegenüber Autosport als sehr gering ein: "Es wurde entschieden, es ist durchgegangen. Vielleicht wird es weitere Diskussionen darüber geben, aber ich habe keine Ahnung. Ehrlich gesagt ist das keine große Sache für mich."

Er kann allerdings nachvollziehen, dass sich einige Fans am neuen System stoßen: "Es stimmt, dass es sich um eine Änderung der Philosophie handelt. Das letzte Rennen wird deutlich aufgewertet, und die harte Arbeit während des Jahres wird nicht belohnt."

Interessant ist, dass die in der Strategiegruppe vertretenen Teams nur bedingt von der Umstellung begeistert waren. RB Racing stimmte dagegen, auch bei Mercedes und Ferrari äußerte man sich im Nachhinein kritisch dazu. "Viel zu künstlich", meinte Luca di Montezemolo, der Boss der Scuderia. Da aber insgesamt zehn Stimmen notwendig sind, um eine Änderung durchzuführen, und FOM und FIA gemeinsam bereits auf zwölf Stimmen kommen, waren die Rennställe machtlos ...

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